Die neue Streckenführung führt an nahezu allen Sehenswürdigkeiten der alten Universitätsstadt vorbei, ist allerdings auf eine Mehrfachnutzung der Straßen um die Residenz ausgelegt. So wird die Balthasar-Neumann- Promenade künftig gleich viermal passiert. Es geht jedoch nicht nur durch den historischen Stadtkern, sondern die auswärtigen Läufer dürfen auch einen Blick in die Stadtteile Zellerau, Sanderau und Heidingsfeld werfen. Hier Kultur pur, dort die Mainlandschaft mit ausgeprägter Weinkultur.
Der Lauf durch die über 1.000 Jahre alte Residenzstadt mit der die Stadt überragenden Festung aus der Hallstattzeit hat sich aus dem Stand heraus mit über 3.200 Startern seinen Platz inmitten der deutschen Marathon-Landschaft gesichert. Mit dem Termin im dicht gedrängten Kalender des Frühjahres sieht sich Würzburg allerdings starken Konkurrenzveranstaltungen gegenüber. Deshalb tut man in Würzburg vieles, um eine eigene Marke zu kreieren. So bietet Langstreckler Jan Diekow eine 24-monatige kostenlose Vorbereitung auf das Marathonspektakel Ende April an. Die „Get together Party“ am Freitagabend fi ndet während einer zweistündigen Schifffahrt auf dem Main statt. Sogar der Würzburger Nachtwächter wird aktiviert, um den Marathonläufern im Vorfeld die Reize der Stadt zu einer eher ungewöhnlichen Uhrzeit zu zeigen.
Hier die Nachtschwärmer, dort die Frühaufsteher, denn am Samstag findet der „Hörnchenlauf“, die Würzburger Spielart des Frühstückslaufes, statt. Und nach der sportiven Sightseeingtour erwartet die Läufer ein Obstbuffet de luxe im Ziel unter der Friedensbrücke, direkt am Mainufer. Zudem gibt es aber auch Weißbier oder für die Ernährungsbewussten Vollkornkuchen.
Belebung für den eher schwächelnden Marathonwettbewerb versprechen sich die Organisatoren des Vereins Stadtmarathon Würzburg vom Team-Marathon, bei dem man zu viert auf „Bestzeitkurs“ durch Würzburg gehen kann, die Wechselmarken sind dabei an der Talavera und in Heidingsfeld eingerichtet.