• Mit Günter Mielke ist einer der herausragenden deutschen Langstreckenläufer der 70er und 80er Jahre plötzlich und unerwartet verstorben.
    Mit Günter Mielke ist einer der herausragenden deutschen Langstreckenläufer der 70er und 80er Jahre plötzlich und unerwartet verstorben. © DLV/Schröder
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Günter Mielke ist tot

Mit Günter Mielke ist einer der herausragenden deutschen Langstreckenläufer der 70er und 80er Jahre plötzlich und unerwartet verstorben.

Der 67jährige, der in seiner langen Läuferkarriere für viele Vereine, darunter ASV, SCC und OSC Berlin, TV Wattenscheid, VfL Wolfsburg, OSC Höchst und die beiden südhessischen Vereine ASC Darmstadt und TuS Griesheim, brach am vergangenen Wochenende bei einem Trainingslauf am Strand nahe Auckland/ Neuseeland zusammen.

Maßnahmen zur Wiederbelebung blieben letztlich erfolglos. Der in Berlin geborene Mielke nahm 1972 und 1976 an den Olympischen Spielen über 10 000 m bzw. im Marathonlauf teil, zudem 1974 bei den Europameisterschaften.

Mit 28:44,6 (10.000 m), 1:16:25 (25 km) und 2:13:58 (Marathon) erreichte er in seiner Aktivenzeit exzellente Zeiten, herausragend auch seine Altersklassenrekorde über Marathon von 2:17:07 (1984) und 2:18:49 (1985).

In der deutschen Laufszene war Günter Mielke neben seinen erstaunlichen Leistungen vor allem als innovativer Laufschuh-Repräsentant für verschiedene Marken ebenso ein Begriff wie als Sportlicher Leiter des Frankfurt-Marathon in der Ära von Irmgard Heckelsberger in den 90er Jahren.

In den letzten Jahren zog es Mielke, der nach seiner Ausbildung als Grundschullehrer am PFI in Jugenheim an der Bergstraße im Südhessischen lebte, verstärkt auf den fünften Kontinent.

Sein Traum von einem neuen Zuhause in Neuseeland konnte Günter Mielke jedoch nicht mehr verwirklichen.

Wilfried Raatz