• Die kleine Sportapotheke soll ausdrücklich nur bei der Erstversorgung bei akuten Verletzungen oder Erkrankungen zum Einsatz kommen.
    Die kleine Sportapotheke soll ausdrücklich nur bei der Erstversorgung bei akuten Verletzungen oder Erkrankungen zum Einsatz kommen. © AOK-Mediendienst
  • Dr. Klaus Gerlach
    Dr. Klaus Gerlach © privat
  • | MEDIZIN

Die Sportapotheke - Dr. Klaus Gerlach in SportInForm - Das Magazin des Sports in Rheinland-Pfalz

Sehr oft wird die Frage an mich herangetragen, was denn überhaupt in die kleine Sportapotheke des Sportlers gehört.

Sport und Medizin – nicht nur ein weites, sondern vor allem auch interessantes und wichtiges Feld. SportInForm bietet Ihnen jede Menge Anregungen und Tipps, die Sie sofort im Alltag umsetzen können – aufgearbeitet von Dr. Klaus Gerlach, Mannschaftsarzt des Fußball-Bundesligisten FSV Mainz 05.

Sehr oft wird die Frage an mich herangetragen, was denn überhaupt in die kleine Sportapotheke des Sportlers gehört. Im Folgenden habe ich einige Tipps dazu aufbereitet:

Dexpanthenolsalbe zur Unterstützung der Heilung bei oberflächlichen leichten Haut- und Schleimhautschädigungen.

Sterile Kompressen zur Wundauflage bei Hautverletzungen oder zum Abdecken von Salbenverbänden 7,5 mal 7,5 cm.

Classic Pflaster 1 m mal 6 cm zur Versorgung von kleinen Wunden wie Schnitte oder Abschürfungen.

Idealbinde zur Kompression bei großflächigen Prellungen, Zerrungen und Verstauchungen.

Leukoplast 5 m mal 2,50 cm Fixierung von Verbänden jeder Art und Größe und für Streckverbände.

Leukotape Classic 10 m mal 3,75 cm weiß Leukotape eignet sich hervorragend für funktionelle Verbände bei Verletzungen an Muskeln, Bändern und Gelenken sowie zum Schutz vor Verletzungen bei vorgeschädigten
Gelenken.

Wunddesinfektion als Spray oder Lösung zur wiederholten, zeitlich begrenzten unterstützenden antiseptischen Wundbehandlung.

Klammerpflaster zur Primärversorgung von kleinen Platzwunden.

Einmalhandschuhe zum Schutz vor Infektionen bei blutenden Wunden für den Helfer.

Begibt sich der Sportler auf Reisen, so sind auch einige Medikamente zur Erstversorgung zu empfehlen.

MCP Tropfen bei Magenverstimmung, Loperamid oder Tannacomp bei Durchfällen sowie eine
Elektrolytlösung zum Ausgleich der Verluste (z. B. 1 Liter Wasser + 3,5 gr NaCl + 1,5 gr KCL + 2,5 gr
Natriumbicarbonat + 20 gr Glucose oder 1 Liter schwarzen Tee mit 1 TL Salz und 10 TL Zucker und ½ TL Backpulver).

Mit Schmerzmitteln sollte behutsam umgegangen werden und auf alle Fälle vorher der Arzt konsultiert
werden. Ich empfehle für die Apotheke Ibuprofen 400 mg und Paracetamol 500 mg (wirkt auch fiebersenkend). Abzuraten ist von Aspirin, da dies den Magen belastet und durch den blutverdünnenden Effekt sogar zu Nachblutungen z. B. in den Muskel führen kann.

Japanisches Heilpflanzenöl eignet sich hervorragend bei Spannungskopfschmerzen. Einige Tropfen auf die Schläfe geträufelt, helfen oft spontan.

Wärmesalbe, zum richtigen Zeitpunkt angewendet, kann gegen verspannte Muskeln helfen, die berühmte Pferdesalbe sollte in keiner Sportapotheke zur Erstversorgung von Prellungen etc. fehlen.

Empfehlenswert ist auch die Zusammenstellung einer kleinen homöopathischen Sportapotheke für unterwegs und zu Hause.

Ich empfehle hier folgende Mittel als Globuli.

Aconitum bei Erkältung und grippalen Infekten mit Fieber, Apis bei Insektenstichen, Arnika bei Prellungen, Verstauchungen, Zerrung und Bluterguss, Bryonia bei trockenem Reizhusten, Chamomilla bei Blähungen und
Durchfall, Colocynthis bei Koliken im Unterbauch, Echinacea bei Erkältung und grippalem Infekt, Glonoium bei Sonnenstich, Ipecacuanha bei Übelkeit und Erbrechen, Lachesis bei Blutungen, Mercurius bei Halsentzündungen, Nux vomica bei Übelkeit auf Reisen.

Die entsprechenden Potenzen bitte nach Rücksprache mit dem erfahrenen Apotheker oder Sportmediziner
zusammenstellen lassen.

Die Empfehlungen beziehen sich alle auf die Erstversorgung bei akuten Verletzungen oder Erkrankungen
während eines Wettkampfs und auf Reisen. Sollte es sich um größere Verletzungen handeln und sollten die Symptome länger als 24 Stunden anhalten, ist meine Empfehlung, möglichst rasch einen Arzt aufzusuchen.
Experimente sollten in keinem Fall durchgeführt werden.

Unser Experte Dr. Klaus Gerlach kommt aus Seibersbach, hat seit 1989 seine eigene Praxis in Weiler, zwei Kilo meter entfernt von Bingen. Der 56-Jährige betreut eine Reihe von bekannten Sportlern, unter anderem Trampolin-Olympiasiegerin Anna Dogona.

Seit 2000 ist er Mannschaftsarzt des Fußball-Bundesligisten FSV Mainz 05. Der Familienvater (2 Töchter) kennt die regionale und über regionale Sportszene aus dem Effeff, betrieb früher selbst erfolgreich Leistungssport – ob Leichtathletik, Fußball, Surfen oder Mountainbike.

Wer Fragen an ihn hat, kann ihn gerne per
E-Mail kontaktieren unter klaus.gerlach@
arztpraxis-weiler.de

SportInForm - Das Magazin des Sports in Rheinland-Pfalz - Februar 2010

Sehr oft wird die Frage an mich herangetragen, was denn überhaupt in die kleine Sportapotheke des Sportlers gehört. Im Folgenden habe ich einige Tipps dazu aufbereitet:

Dexpanthenolsalbe zur Unterstützung der Heilung bei oberflächlichen leichten Haut- und Schleimhautschädigungen.

Sterile Kompressen zur Wundauflage bei Hautverletzungen oder zum Abdecken von Salbenverbänden 7,5 mal 7,5 cm.

Classic Pflaster 1 m mal 6 cm zur Versorgung von kleinen Wunden wie Schnitte oder Abschürfungen.

Idealbinde zur Kompression bei großflächigen Prellungen, Zerrungen und Verstauchungen.

Leukoplast 5 m mal 2,50 cm Fixierung von Verbänden jeder Art und Größe und für Streckverbände.

Leukotape Classic 10 m mal 3,75 cm weiß Leukotape eignet sich hervorragend für funktionelle Verbände bei Verletzungen an Muskeln, Bändern und Gelenken sowie zum Schutz vor Verletzungen bei vorgeschädigten
Gelenken.

Wunddesinfektion als Spray oder Lösung zur wiederholten, zeitlich begrenzten unterstützenden antiseptischen Wundbehandlung.

Klammerpflaster zur Primärversorgung von kleinen Platzwunden.

Einmalhandschuhe zum Schutz vor Infektionen bei blutenden Wunden für den Helfer.

Begibt sich der Sportler auf Reisen, so sind auch einige Medikamente zur Erstversorgung zu empfehlen.

MCP Tropfen bei Magenverstimmung, Loperamid oder Tannacomp bei Durchfällen sowie eine
Elektrolytlösung zum Ausgleich der Verluste (z. B. 1 Liter Wasser + 3,5 gr NaCl + 1,5 gr KCL + 2,5 gr
Natriumbicarbonat + 20 gr Glucose oder 1 Liter schwarzen Tee mit 1 TL Salz und 10 TL Zucker und ½ TL Backpulver).

Mit Schmerzmitteln sollte behutsam umgegangen werden und auf alle Fälle vorher der Arzt konsultiert
werden. Ich empfehle für die Apotheke Ibuprofen 400 mg und Paracetamol 500 mg (wirkt auch fiebersenkend). Abzuraten ist von Aspirin, da dies den Magen belastet und durch den blutverdünnenden Effekt sogar zu Nachblutungen z. B. in den Muskel führen kann.

Japanisches Heilpflanzenöl eignet sich hervorragend bei Spannungskopfschmerzen. Einige Tropfen auf die Schläfe geträufelt, helfen oft spontan.

Wärmesalbe, zum richtigen Zeitpunkt angewendet, kann gegen verspannte Muskeln helfen, die berühmte Pferdesalbe sollte in keiner Sportapotheke zur Erstversorgung von Prellungen etc. fehlen.

Empfehlenswert ist auch die Zusammenstellung einer kleinen homöopathischen Sportapotheke für unterwegs und zu Hause.

Ich empfehle hier folgende Mittel als Globuli.

Aconitum bei Erkältung und grippalen Infekten mit Fieber, Apis bei Insektenstichen, Arnika bei Prellungen, Verstauchungen, Zerrung und Bluterguss, Bryonia bei trockenem Reizhusten, Chamomilla bei Blähungen und
Durchfall, Colocynthis bei Koliken im Unterbauch, Echinacea bei Erkältung und grippalem Infekt, Glonoium bei Sonnenstich, Ipecacuanha bei Übelkeit und Erbrechen, Lachesis bei Blutungen, Mercurius bei Halsentzündungen, Nux vomica bei Übelkeit auf Reisen.

Die entsprechenden Potenzen bitte nach Rücksprache mit dem erfahrenen Apotheker oder Sportmediziner
zusammenstellen lassen.

Die Empfehlungen beziehen sich alle auf die Erstversorgung bei akuten Verletzungen oder Erkrankungen
während eines Wettkampfs und auf Reisen. Sollte es sich um größere Verletzungen handeln und sollten die Symptome länger als 24 Stunden anhalten, ist meine Empfehlung, möglichst rasch einen Arzt aufzusuchen.
Experimente sollten in keinem Fall durchgeführt werden.

Unser Experte Dr. Klaus Gerlach kommt aus Seibersbach, hat seit 1989 seine eigene Praxis in Weiler, zwei Kilo meter entfernt von Bingen. Der 56-Jährige betreut eine Reihe von bekannten Sportlern, unter anderem Trampolin-Olympiasiegerin Anna Dogona.

Seit 2000 ist er Mannschaftsarzt des Fußball-Bundesligisten FSV Mainz 05. Der Familienvater (2 Töchter) kennt die regionale und über regionale Sportszene aus dem Effeff, betrieb früher selbst erfolgreich Leistungssport – ob Leichtathletik, Fußball, Surfen oder Mountainbike.

Wer Fragen an ihn hat, kann ihn gerne per
E-Mail kontaktieren unter klaus.gerlach@
arztpraxis-weiler.de

SportInForm - Das Magazin des Sports in Rheinland-Pfalz - Februar 2010

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