Berliner LSB-Ehrenpräsident Peter Hanisch wird 75
Als er im Juni 2009 nicht mehr zur Wahl zum LSB-Präsidenten antrat, wurde Hanisch mit Ovationen einstimmig zum Ehrenpräsidenten des Landessportbundes ernannt.
(DOSB PRESSE) Im Dezember 2009 zählte er zu den ersten ehrenamtlichen Verantwortlichen im deutschen Sport, die bei der Mitgliederversammlung des Deutschen Olympischen Sport-bundes von Präsident Thomas Bach mit der Ehrennadel des DOSB ausgezeichnet wurden.
Kurz zuvor war dem Berliner Leitenden Polizeidirektor a. D. von Bundespräsident Horst Köhler für sein hervorragendes gesellschaftliches Engagement das Große Bundesverdienstkreuz verliehen worden. Am 2. September kann der 1935 als „waschechter“ Berliner im Stadtteil Wedding geborene Peter Hanisch seinen 75. Geburtstag feiern.
Als 14-jähriger Schüler trat Peter Hanisch dem BSC Rehberge bei und war schon als Jugend-licher ein talentierter Mittelstreckenläufer. Nach dem Schulbesuch wurde er 1953 Polizeianwärter und erklomm die Polizeilaufbahn vom einfachen bis in den höheren Dienst. Die Berufung zum Polizeisportbeauftragten des Landes Berlin 1971, dann zum Abschnittsleiter bei den Olympischen Spielen 1972 in München und Sicherheitsbeauftragten bei der Fußball-WM 1974, der Gymnaestrada 1975 und den Schwimm-Weltmeisterschaften 1978 waren vor allem die Stationen, in denen er Beruf und Liebe zum Sport am besten miteinander verbinden konnte.
Sportlich wurde Peter Hanisch mit der Berliner Staffel Deutscher Polizeimeister über 4 x 400 Meter. Dem Polizeisportverein Berlin gehört er heute noch an. Als Leitender Polizeidirektor mit der Zuständigkeit für Öffentliche Sicherheit und Straßenverkehr trat er 1995 in den beruflichen Ruhestand.
Erste ehrenamtliche Verantwortung in höheren Ämtern der Sportorganisation übernahm Peter Hanisch 1971 als Präsident des Berliner Leichtathletikverbandes. Von 1973 bis 1975 gehörte er auch dem Präsidium des Deutschen Leichtathletikverbandes an. 1974 wurde Hanisch zum Vorsitzenden der Sportjugend Berlin und 1982 dann - als Nachfolger von Erika Dienstl - zum Vorsitzenden der Deutschen Sportjugend gewählt.
In dieser Funktion brachte er u. a. durch Verhandlungen mit den damaligen FDJ-Größen wie Egon Krenz einen Jugendaustausch zwischen Ost und West mit auf den Weg und verstärkte die gesellschaftspolitische Arbeit des DSB-Jugendverbandes.
Zwei Jahre wirkte Peter Hanisch von 1982 bis 1984 in Verbindung mit seinen beruflichen Aufgaben auch als Präsident der Europäischen Polizeisport-Union. 1985 übertrug ihm die Mitgliederversammlung des Berliner Landessportbundes neue Verpflichtungen mit der Wahl zum LSB-Vizepräsidenten. 1991 folgte eine neue Aufgabe als Präsident des Berliner Turnerbundes. In dieser Funktion hatte Peter Hanisch eine große und wichtige Aufgabe zu Pfingsten 2005 mit dem Deutschen Turnfest an der Spree und einen Höhepunkt seines sportpolitischen Wirkens.
Die Wahl zum Berliner LSB-Präsidenten als Nachfolger von Manfred von Richthofen im Juni 2000 brachte eine Vielzahl neuer Aufgaben - und vor allem auch viele Probleme durch die Haushaltskürzungen und Sportstättenschließungen des damaligen Berliner Senats. Seitdem wird Peter Hanisch bis heute nicht müde bei dem Versuch, die Politik davon zu überzeugen, dass gerade für Jugendliche und ältere Menschen Kürzungen bei der Sportförderung der falsche Weg in der Jugend- und Sozialpolitik der wiedervereinigten deutschen Hauptstadt sind.
Als er im Juni 2009 nicht mehr zur Wahl zum LSB-Präsidenten antrat, wurde Hanisch mit Ovationen einstimmig zum Ehrenpräsidenten des Landessportbundes ernannt.
Friedrich Mevert in der DOSB Presse

