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    Jelena Prokopcuka siegt in New York City © Victah Sailer
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    Gete Wami - Siegerin Berlin © Victah Sailer
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Erste World Marathon Majors-Serie endet beim ING New York City-Marathon am Wochenende

Fast zwei Jahre sind vergangen, seitdem die Organisatoren des Boston-, London-, Berlin-, Chicago- und New York City-Marathon die Gründung der World Marathon Majors (WMM) bekannt gegeben haben. Zehn Events, inklusive der IAAF Weltmeisterschaften in Osaka, hat es seit dem ersten Rennen, den Boston-Marathon 2006, in der WMM-Serie bisher gegeben. Nur ein Rennen – der ING New York City Marathon – steht noch aus, bevor die ersten beiden WMM-Champions bei einer eigens stattfindenden Zeremonie am 5. November ihren Teil des ein Million Dollar Jackpots verliehen bekommen.

Bemerkenswerterweise kann der WMM-Champion – nach 10 Events und fast 462 gelaufenen Kilometern – bei den Frauen erst im letzten Rennen ermittelt werden. Von den 32 Frauen die bisher WMM-Punkte gesammelt haben, bleiben noch zwei im Rennen um den Titel: Gete Wami und Jelena Prokopcuka. Mit dem Anteil von 500.000 Dollar und dem Preisgeld des ING New York City-Marathon, kämpfen die beiden Seite and Seite auf den Straßen von New York. Ein Sieg in New York einer der beiden würde die Sache entscheiden, aber alles andere eröffnet eine interessante Anzahl von Möglichkeiten bei den finalen Resultaten.

Wami führt mit 65 Punkten; jedoch wird sie nach nur kurzer Pause in New York laufen, nachdem sie in Berlin vor sechs Wochen gewonnen hatte. Jelena Prokopcuka, die zehn Punkte hinter Wami liegt, wird dagegen völlig ausgeruht sein und auf ihren dritten aufeinanderfolgenden Sieg am Big Apple lauern. Keiner der beiden wird einen einfachen Weg zum Sieg haben, denn am Start sind unter anderem auch die Boston-Siegerin Lidiya Grigoryeva, Weltmeisterin Catherine Ndereba und Weltrekordhalterin Paula Radcliffe.

In der WMM-Tabelle gibt es zwischen Wami und Prokopcuka 31 verschiedene Szenarien, drei von denen würden einen Gleichstand an der Spitze der Siegertafel bedeuten. Im Falle eines Gleichstandes würden zunächst die Kopf an Kopf Rennen der beiden bei WMM-Events entscheiden. Prokopcuka würde in diesem Falle den Vorteil auf ihrer Seite haben, denn sie läuft das erste Mal in New York gegen Wami. Natürlich ist dieses nur eines von vielen Szenarien auf das es hinauslaufen könnte. Daneben gibt es noch folgende Möglichkeiten:

  • Wenn Prokopcuka in New York siegt, gewinnt sie auch die WMM-Serie;

  • Wenn Prokopcuka Zweite in New York wird und Wami auf Platz vier oder schlechter kommt, gewinnt Prokopcuka die WMM-Serie;

  • Wenn Prokopcuka Dritte in New York wird und Wami kommt nicht auf einen Top-5-Platz, dann gewinnt Prokopcuka die WMM-Serie.

  • Alle anderen Szenarien würden den WMM-Sieg für Gete Wami verheißen.

Für eine ausführliche Auflistung der Szenarien, schauen Sie bitte auf die angefügte Liste.

Auf der Männerseite ist das Bild klarer. Robert K. Cheruiyot übernahm schon früh die Führung in der WMM-Wertung mit seinem Sieg beim Boston-Marathon in 2006 und hat diese seither nicht mehr aus der Hand gegeben. Spätere Siege in Chicago und noch einmal in Boston festigten seine Position an der Spitze. Verfolger von Cheruiyots 80 Punkten ist Haile Gebrselassie, dessen zweimaliger Sieg beim real,- BERLIN-MARATHON ihm insgesamt 50 Punkte einbrachte. Beim ING New York City-Marathon 2007 starten Martin Lel (3. Platz, 40 Punkte), Stephen Kiogora (5. Platz, 25 Punkte) und Marilson Gomes dos Santos (5. Platz, 25 Punkte).

In den letzten zwei Jahren ging es aber um mehr als um die Jagd nach dem WMM-Titel. Insgesamt haben 71 Männer und Frauen WMM-Punkte in der Zwei-Jahres-Serie gesammelt. Es gab einen Weltrekord, 14 Landesrekorde und Rennen für Rennen wurde mit einem spannenden Zieleinlauf besiegelt. Unter den vielen Highlights der 2006/2007-Serie waren:

  • 17. April 2006 : Robert K. Cheruiyot läuft neuen Streckenrekord beim Boston-Marathon von 2:07:14 Stunden.

  • 23. April 2006 : Deena Kastor tritt dem elitären „unter 2:20-Stunden-Club“ bei und läuft neuen US-Rekord mit ihrem 2:19:36 Sieg beim Flora London-Marathon.

  • 24. September 2006 : Gete Wami teilt sich nach ihrem Sieg beim real,- BERLIN-MARATHON die WMM-Führung.

  • 22. Oktober 2006 : Cheruiyot beherrscht mit seinem Sieg beim LaSalle Bank Chicago-Marathon weiterhin die Spitze der WMM-Wertung.

  • 5. November 2006 : Jelena Prokopcuka übernimmt die Führung der WMM-Serie mit ihrem Sieg beim ING New York City-Marathon.

  • 16. April 2007 : Cheruiyot gewinnt sein drittes WMM-Rennen hintereinander beim Boston-Marathon.

  • 22. April 2007 : Martin Lel, Zweiter mit gerade einmal zwei Sekunden Rückstand, kehrt nach London zurück und sprintet zu einem spannenden Sieg.

  • 2. September 2007 : Catherine Ndereba erobert ihren zweiten IAAF Weltmeistertitel. Der Sieg ist der Achte ihrer Karriere bei WMM-Events.

  • 30. September 2007 : Haile Gebrselassie läuft einen neuen Weltrekord von 2:04:26 beim real,- BERLIN-MARATHON, während Wamis Sieg sie an die Spitze der Frauenwertung katapultiert.

  • 7. Oktober 2007 : Patrick Ivuti siegt beim LaSalle Bank Chicago-Marathon mit nur Fünf-Hundertstel Sekunden Vorsprung – der engste Sieg aller Zeiten in der Geschichte der WMM.

Die WMM-Serie ist in sich überlappende Zeiträume von zwei Jahren eingeteilt, so dass während sich die Serie 2006/2007 dem Ende zuneigt, die Serie 2007/2008 aber genau bei der Hälfte angelangt ist. Cheruiyot führt in dieser mit 30 Punkten, aber Martin Lel (2. Platz, 25 Punkte), James Kwambai (7. Platz, 15 Punkte), Abderrahim Goumri (7. Platz, 15 Punkte) und Stephen Kiogora (11. Platz, 10 Punkte) sind bereit ihn mit einem Sieg in New York zu überholen.

Es geht auch für die Frauen um vieles. Sechs der Top-14 Frauen der 2007/2008-Serie werden in New York an den Start gehen. Wami führt diese zurzeit mit 40 Punkten an. Sie wird in New York von Grigoryeva (3. Platz, 25 Punkte), Ndereba (3. Platz, 25 Punkte), Prokopcuka (6. Platz, 15 Punkte), Constantina Tomescu-Dita (9. Platz, 10 Punkte) und Salina Kosgei (14. Platz, 5 Punkte) verfolgt.

Die Athleten haben nächstes Jahr sechsmal die Chance WMM-Punkte zu jagen – auch dazu gehören zum ersten Mal die Olympischen Spiele in Peking.

Mit noch einem offenen Rennen der 2006/2007 World Marathon Majors-Serie, sehen die Top-10-Tabellen wie folgt aus (für die kompletten Tabellen gehen Sie bitte auf: www.worldmarathonmajors.com):

Männer Top-10

1. Robert K. Cheruiyot (KEN)

80 Pkt.

1.

2006

Boston

2:07:14

25

1.

2006

Chicago

2:07:35

25

1.

2007

Boston

2:14:13

25

4.

2007

Chicago

2:16:13

5

2. Haile Gebrselassie (ETH)

50 Pkt.

1.

2006

Berlin

2:05:56

25

1.

2007

Berlin

2:04:26 (WR)

25

3. Martin Lel (KEN)

40 Pkt.

2.

2006

London

2:06:41

15

1.

2007

London

2:07:41

25

4. Felix Limo (KEN)

35 Pkt.

1.

2006

London

2:06:39

25

3.

2007

London

2:07:57

10

5. Stephen Kiogora (KEN)

25 Pkt.

2.

2006

New York

2:10:06

15

3.

2007

Boston

2:14:47

10

5. Marilson Gomes dos Santos (BRA)

25 Pkt.

1.

2006

New York

2:08:37

25

5. Luke Kibet (KEN)

25 Pkt.

1.

2007

IAAF Weltmeisterschaften

2:15:59

25

5. Patrick Ivuti (KEN)

25 Pkt.

1.

2007

Chicago

2:11:11

25

5. Daniel Njenga (KEN)

25 Pkt.

2.

2006

Chicago

2:07:40

15

3.

2007

Chicago

2:12:45

10

10. Jaouad Gharib (MAR)

20 Pkt.

4.

2007

London

2:07:54

5

2.

2007

Chicago

2:11:11

10

Frauen Top-10

1. Gete Wami (ETH)

65 Pkt.

1.

2006

Berlin

2:21:34

25

2.

2006

London

2:21:45

15

1.

2007

Berlin

2:23:17

25

2. Jelena Prokopcuka (LAT)

55 Pkt.

2.

2006

Boston

2:23:48

15

1.

2006

New York

2:25:05

25

2.

2007

Boston

2:29:58

15

2. Berhane Adere (ETH)

55 Pkt.

4.

2006

London

2:21:52

5

1.

2006

Chicago

2:20:42

25

1.

2007

Chicago

2:33:49

25

4. Zhou Chunxiu (CHN)

40 Pkt.

1.

2007

London

2:20:38

25

2.

2007

IAAF Weltmeisterschaften

2:30:45

15

5. Rita Jeptoo (KEN)

35 Pkt.

1.

2006

Boston

2:23:38

25

4.

2006

New York

2:26:59

5

4.

2007

Boston

2:33:08

5

5. Catherine Ndereba (KEN)

35 Pkt.

3.

2006

New York

2:26:58

10

1.

2007

IAAF Weltmeisterschaften

2:30:37

25

7. Deena Kastor (USA)

26 Pkt.

1.

2006

London

2:19:36

25

5.

2007

Boston

2:35:09

1

7. Lidiya Grigoryeva (RUS)

26 Pkt.

5.

2006

New York

2:27:21

1

1.

2007

Boston

2:29:18

25

9. Salina Kosgei (KEN)

20 Pkt.

2.

2006

Berlin

2:23:22

15

4.

2007

London

2:24:13

5

9. Reiko Tosa (JPN)

20 Pkt.

3.

2006

Boston

2:24:11

10

3.

2007

IAAF Weltmeisterschaften

2:30:55

10

Punkte werden wie folgt verteilt: 1. Platz = 25; 2. Platz = 15; 3. Platz = 10; 4. Platz = 5; 5. Platz = 1