• Benjamin Korir Kiprotich gewinnt den Athen-Marathon.
    Benjamin Korir Kiprotich gewinnt den Athen-Marathon. © Francis Kay/Marathon-Photos.com
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Athen-Marathon im Aufwind

Einen deutlichen Teilnehmerzuwachs von insgesamt über 50 Prozent verzeichnete der Athen-Marathon am Sonntag. Hatten sich im vergangenen Jahr, alle Wettbewerbe zusammengezählt, gut 5.000 Läufer für den Klassiker angemeldet, so wurden bei der 25. Auflage des ,Athens Classic Marathon’ nun 7.950 gezählt. Darunter waren 4.750 Marathonläufer, die die 42,195 km von Marathon ins Athener Panathinaikon-Stadion liefen.

Unter den 10-km-Läufern war der Spanier Abel Anton, der 1997 in Athen Marathon-Weltmeister geworden war und diesen Erfolg zwei Jahre später in Sevilla wiederholte. Er joggte locker mit, während es im Marathon auf der schweren Strecke zur Sache ging. Dabei sorgten milde Wetterbedingungen mit Temperaturen von bis zu rund 20 Grad und zeitweiligem Regen dafür, dass die Siegzeiten deutlich schneller waren als zuletzt. Den vierten kenianischen Erfolg in Serie erreichte Benjamin Korir Kiprotich, der in 2:14:40 Stunden gewann. Die Russin Svetlana Ponomarenko lief mit 2:33:19 die schnellste je bei dieser Veranstaltung erzielte Zeit. Der Streckenrekord steht allerdings bei 2:26:20. Diesen lief Mizuki Noguchi (Japan), als sie 2004 in Athen Olympiasiegerin wurde.

Die Kenianer bestimmten das Rennen von Beginn an. Acht Läufer dieses Landes formten eine Spitzengruppe, die die Halbmarathonmarke nach 68:07 Minuten erreichte. Nachdem Benjamin Korir Kiprotich etwa bei Kilometer 30 einen ersten Vorstoß gestartet hatte und zeitweilig alleine an der Spitze gelaufen war, löste er sich bei 35 km endgültig von seinen Verfolgern. „Ich hatte mich nach meinem ersten Vorstoß entschieden, zunächst doch noch etwas Kräfte schonender weiterzulaufen. Daher ließ ich die anderen wieder herankommen. Aber ich war mir sicher, dass ich gewinnen würde“, erklärte der 29-jährige Sieger, der in diesem Jahr als Dritter in Brescia (Italien) seine Bestzeit mit 2:10:43 Stunden aufgestellt hatte.

Wer in Athen auf der schweren Strecke unter 2:15 Stunden läuft, sollte in der Lage sein, auch unter 2:10 rennen zu können. Das glaubt auch Benjamin Korir Kiprotich: „Ich will mich jetzt auf einen großen Frühjahrsmarathon vorbereiten. Mein Ziel ist eine Zeit zwischen 2:07 und 2:08 Stunden.“ Die Plätze hinter ihm belegten in Athen Hosea Kiptanui Kimutai (2:15:03) und der Titelverteidiger Henry Tarus (2:15:57).

Bei den Frauen setzte sich die große Favoritin durch: Svetlana Ponomarenko passierte die Halbmarathonmarke nach 1:15:56 Stunden und war bald darauf alleine an der Spitze unterwegs. Die 37-jährige Russin, die im vergangenen Jahr den Frankfurt-Marathon gewonnen hatte und eine Bestzeit von 2:29:55 hat, lief trotz Steigungen und Gefälle ein sehr gleichmäßiges Tempo. „Das Wetter war prima für mich. Jetzt würde ich mich gerne für die Olympischen Spiele qualifizieren“, sagte Svetlana Ponomarenko, die deutlich vor Chihiro Tanaka (Japan/2:41:01) und der Griechin Magdalini Gazea (2:41:31) im Ziel war.