• Organisatoren streichen die Siegprämie für den 30. Rhein-Ruhr-Marathon in Duisburg
    Organisatoren streichen die Siegprämie für den 30. Rhein-Ruhr-Marathon in Duisburg © Peggy Hentzschel
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Organisatoren streichen die Siegprämie für den 30. Rhein-Ruhr-Marathon in Duisburg

DUISBURG (6. März 2013). Üppig war die Siegprämie nie. Nun aber haben die Organisatoren des 30. Rhein-Ruhr-Marathons auch die 500 Euro für den schnellsten Läufer und die schnellste Läuferin gestrichen. Stattdessen gibt es für die Besten beim Jubiläumslauf am 9. Juni 2013 nach dem Einlauf in die Schauinsland-Reisen-Arena nette Sachpreise.

Hintergrund der Entscheidung des veranstaltenden Stadtsportbunds waren keine Sparmaßnahmen, sondern unerwünschte Mitnahmeeffekte. Profiläufer sicherten sich mit einem flotten Training in den vergangenen beiden Jahren das Geld und nahmen damit den Teilnehmern, die wirklich auf einen Sieg in Duisburg aus waren, die Chance auf den Erfolg.

Uwe Busch, Geschäftsführer des Stadtsportbundes, sagt dazu: „Wir wollen nicht, dass schon vor dem Startschuss feststeht, wer gewinnt und alle, die eigens für Duisburg trainiert haben, noch vor dem ersten Schritt wissen, dass sie nie vorn sein können.“

Als der Kenianer Richard Ngolepus vor zwei Jahren mit Rucksack ins Stadion einlief und den Rhein-Ruhr-Marathon gewann, da sei das noch in gewisser Weise lustig gewesen. Zumal sich der Profi mit dem Geld ein Ticket für die Heimreise zu seiner Familie finanzierte.

2012 gewann dann Samson Kosgei, ebenfalls ein kenianischer Berufsläufer, der sich mit einem flotten Lauf mühelos die 500 Euro sicherte. „Da war dann erkennbar, dass es sich in der Szene herumgesprochen hatte, dass vermeintliche Stars bei uns quasi im Training ans Geld kommen. Das aber widerspricht ausdrücklich der Idee, die wir mit dem Rhein-Ruhr-Marathon verbinden“, so der Stadtsportbund-Geschäftsführer.

Ungeschriebenes Gesetz ist es, dass niemand für einen Start in Duisburg eingekauft wird.
Profis dürfen gerne mitlaufen, sollen aber nicht durch eine hohe Siegprämie oder Antrittsgeld in den Mittelpunkt gerückt werden. „Uns geht es darum, dass bei uns Läuferinnen und Läufer vorne sind, die wirklich um den Erfolg kämpfen wollen und sich wirklich über den Sieg an sich freuen“, so Uwe Busch.

In der Vergangenheit rückten so Starterinnen und Starter aus der Region in den Mittelpunkt und ließen sich vom Applaus der Zuschauer beim Einlauf tragen. „Das machte den Charme unseres Laufs aus und dahin wollen wir wieder zurückkehren“, so Uwe Busch.

Die Siegprämie sei immer nur als kleine Anerkennung für die erbrachte Leistung gedacht gewesen und nicht als einziger Grund für einen Start beim Rhein-Ruhr-Marathon. Deshalb habe man sie für den Jubiläumslauf gestrichen. Man wolle wieder die eigentlichen Helden der Langstrecke ins Rampenlicht stellen und spannende Rennen um den Sieg ermöglichen. Damit die Besten im Westen nicht nur einen Pokal als Erinnerung mit nach Hause nehmen, werde man sich als Veranstalter nun Sachprämien als Geschenk ausloben.

Was es zu gewinnen gibt, wollte Uwe Busch noch nicht sagen: „Es gibt aber in jedem Fall mehr als ein Paar Laufschuhe.“

Monique Elsner

Rhein-Ruhr-Marathon Duisburg