• Auf der Zielgeraden beim 5-km-Funlauf des Berliner Frauenlaufes. Michaela ist ganz vorne rechts und hat die Startnummer 13109.
    Auf der Zielgeraden beim 5-km-Funlauf des Berliner Frauenlaufes. Michaela ist ganz vorne rechts und hat die Startnummer 13109. © JoAnna Zybon
  • Michaela selbst betete laufend um Gesundung: Mit ihren Beinen!
    Michaela selbst betete laufend um Gesundung: Mit ihren Beinen! © JoAnna Zybon
  • Lächelnd beim Training: Michaela
    Lächelnd beim Training: Michaela © JoAnna Zybon
  • Angefangen mit dem Joggen hatte Michaela übrigens schon einige Zeit vor ihrer Diagnose, ohne Lust und äußeren Anlass. So als hätte der Körper schon gewusst, dass er die segensreichen Laufeffekte bald brauchen würde.
    Angefangen mit dem Joggen hatte Michaela übrigens schon einige Zeit vor ihrer Diagnose, ohne Lust und äußeren Anlass. So als hätte der Körper schon gewusst, dass er die segensreichen Laufeffekte bald brauchen würde. © JoAnna Zybon
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Laufen als Therapie - Glaube, Laufen, Hoffnung - JoAnna Zybon berichtet über das Laufen gegen den Brustkrebs

Michaela selbst betete laufend um Gesundung: Mit ihren Beinen!

Sanftes Jogging während einer Brustkrebstherapie wirkt angstlösend, stärkt die psychischen Widerstandskräfte, senkt nachweislich Rückfallquote und Sterblichkeitsrate, lindert die Nebenwirkungen einer Anti-Hormontherapie – und macht auch noch Spaß.

Online-Petition "Stoppt die DLV-Laufmaut"

Für Michaela Lapawczyk sind das genug Beweggründe.

Die Bibel berichtet vom Wandel des Saulus zum Paulus. Auch unter Läuferinnen gibt es etliche weibliche Paulusse. Sie können eine sportliche Bekehrungsgeschichte verkünden, die im Couch-Potato-Modus begann.

Wie Michaela Lapawczyk, die kürzlich beim Berliner Frauenlauf den 5-km-Funlauf absolvierte. Die 53-Jährige gesteht. „Ich bin ein bequemer Mensch. Und hätte niemals gedacht dass ich mal freiwillig joggen würde!“

Als katholische Religionslehrerin kennt sie sich mit Wandlungsgeschichten aus. In der Bibel beginnt die Umkehr meist mit einer persönlichen Krise. Bei Michaela war es das Trauma nach der Diagnose: Brustkrebs. Am 27. Mai 2014 erhielt sie die schlimme Nachricht.

„Am selbigen Abend war ich joggen. Ich sagte mir, wenn ich mich ausgerechnet heute aufraffe, dann schaffe ich das mit dem Krebs, dann kann der mir gar nix“.

Nach getaner Tat spürte sie weniger Angst und wiederholte ihr läuferisches Ritual immer häufiger. Weil sie trotz des guten Gefühls nach dem Laufen unsicher war, ob sie sich körperlich belasten durfte, ließ sie ihre Aktivitäten vom Onkologen absegnen. Besonders ermutigt wurde sie im Krankenhaus Waldfriede und in der Reha.

„Aber erst in der Reha erklärte mir die Ärztin was Joggen alles bewirkt. Dass es z. B. die Nebenwirkungen der Anti-Hormontherapie abschwächt wie Depressionen, Gliederschmerzen und Osteoporose. Dass der Effekt beim Joggen knochenwirksamer ist als beim Walken, weil die Knochen stärker belastet werden.“

Der hormonell bedingte Brustkrebs wird oft mit Anastrozol behandelt. Auch Michaela muss das Medikament, das den Knochenschwund begünstigt, noch jahrelang nehmen.
Eine Strahlentherapie hat sie hinter sich, Brust-Amputation und Chemo blieben ihr glücklicherweise erspart.

„Dafür hatte ich die Not, dass man mir nach der OP nicht ansah wie schlecht es mir wirklich ging. Viele verstanden nicht, dass ich ein halbes Jahr krankgeschrieben und dauernd erschöpft war, dass ich immer wieder weinen musste.“

Im Tal der Tränen tat es ihr gut zu wissen, dass Freunde und Familienmitglieder für sie beteten. Sie selbst betete laufend um Gesundung: mit ihren Beinen.

Angefangen mit dem Joggen hatte Michaela übrigens schon einige Zeit vor ihrer Diagnose, ohne Lust und äußeren Anlass. So als hätte der Körper schon gewusst, dass er die segensreichen Laufeffekte bald brauchen würde.

JoAnna Zybon

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