• Der Tagesschnellste Zac Freudenburg (USA).
    Der Tagesschnellste Zac Freudenburg (USA). © Wilfried Raatz - wus-media
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Briten fast überall dominant - Bei den WMRA Masters Mountain Running Championships im walisischen Betws-Y-Coed liefen die Gastgeber auf dem traditionellen Bergauf-bergab-Parcours dem „Rest der Welt“ auf und davon – und holten 48 Medaillen! Wilfried Raatz berichtet

Der Passauer Franz Prager holte die einzige Goldmedaille für die ansonsten bei Masters-Berglauf-Titelkämpfen starken deutschen Teilnehmer

Ernüchternd – aber zu erwarten war die Dominanz der Gastgeber bei den WMRA Masters Mountain Running Championships in Betws-Y-Coed in Wales.

Mit 28 Gold-, 10 Silber- und 10 Bronzemedaillen sahnten die britischen Läufer auf dem überaus geliebten Bergauf-bergab-Parcours unter Berücksichtigung aller Mannschaftswertungen kräftig ab.

Für fünf andere Nationen, nämlich Italien, Deutschland, Irland, USA und Neuseeland blieb jeweils eine Goldmedaille.

Die Streckenlängen von 8,7 und 10,6 km hatten mit lediglich 450 bzw. 500 Höhenmeter nur geringe Steigungen aufzuweisen, die den Begriff Berglauf nach dem Verständnis vor allem der Europäer ad absurdum führten. Schon alleine aus diesem Grund blieben viele ansonsten ihre Altersklassen dominierenden Athleten einem Start auf der Insel fern, sodass das Interesse mit 423 Finishern keineswegs den Erwartungen der britischen Gastgeber entsprach.

Im Vorjahr gab es in Telfes (Stubaital) gleich doppelt so viele Finisher, zumal die Strecke auch rein bergauf führte.

So ist es letztlich auch nicht verwunderlich, dass mit Anne-Marie Jones lediglich eine Titelverteidigerin von Telfes auch in dem walisischen Berglaufzentrum erfolgreich war. Die Britin gewann die W 60-Kategorie mit vier (!) Minuten Vorsprung.

Für die schnellsten Zeiten sorgten natürlich die jeweils jüngeren Jahrgänge wie Zac Freudenburg (USA/M 35) und Anna Lupton (Gbr/ W 35) mit 42:04 bzw. 49:22 Minuten über die 10,6 km-Strecke. Auf der kürzeren 8,7 km-Strecke sorgten Franz Prager (Passau/M 55) und Ali Keates (Gbr/ W 55) mit 40:35 bzw. 47:16 Minuten für die schnellsten Resultate.

Gold-Gewinner Franz Prager schaffte nach Rang drei 2013 in Janské Lázne (Tschechien) die zweite Einzelmedaille seiner internationalen Berglauf-Karriere, im Vorjahr gewann übrigens in der M 55-Klasse mit Wilhelm Dengler ebenfalls ein deutscher Läufer.  

Wilfried Raatz

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