•  Cynthia Limo (KEN) gewann des Rennen der Frauen in 1:06:04.
    Cynthia Limo (KEN) gewann des Rennen der Frauen in 1:06:04. © Helmut Winter
  • Für Gladys Cherono reichte es in RAK diesmal nur zu Platz 2.
    Für Gladys Cherono reichte es in RAK diesmal nur zu Platz 2. © Helmut Winter
  • High Tech im Emirat: Eine Drohne in der Bildmitte verfolgt das Rennen der Männerspitze und lieferte spektakuläre Bilder.
    High Tech im Emirat: Eine Drohne in der Bildmitte verfolgt das Rennen der Männerspitze und lieferte spektakuläre Bilder. © Helmut Winter
  • Die führenden Männer bei 19 km. Ganz links der spätere Sieger Legese, ganz rechts der Zweite Biwott.
    Die führenden Männer bei 19 km. Ganz links der spätere Sieger Legese, ganz rechts der Zweite Biwott. © Helmut Winter
  • Um den Sieg bei den Männern gab es ein enges Sprintfinale, das Birhanu Legese (ETH) gewann.
    Um den Sieg bei den Männern gab es ein enges Sprintfinale, das Birhanu Legese (ETH) gewann. © Helmut Winter
  • | ERGEBNISSE

Ras Al Khaimah Halbmarathon (UAE) am 12. Februar 2016: Die Frauen überragten

Mit den Siegen von Birhanu Legese (ETH) in 1:00:40 und Cynthia Limo (KEN) in 1:06:04 ging soeben der 10. RAK Halbmarathon zu Ende. Dabei waren es auch in diesem Jahr die Frauen, die für die herausragenden Ergebnisse des Laufs im nördlichen Arabischen Emirat Ras Al Khaimah sorgten.

Bereits in einer sehr frühen Phase des Rennens war abzusehen, dass die Männer diesmal  nicht in den Bereich einer beabsichtigten Zeit unter 59 Minuten laufen würden. Im Gegensatz dazu legten bei etwas windigen, aber ansonsten perfekten Bedinungen (14°C, bedeckter Himmel) die Frauen sehr flott los und befanden sich bereits bei 5 km nach 15:49 im Bereich eines Tempos von 66 Minuten.

Dies setzte sich auch auf dem Rest  der Strecke fort. 10 Läuferinnen erreichten 10 km nach 31:32, bei 15 km in 47:21 bildeten noch 7 Frauen die Spitzengruppe, die anschließend auseinanderfiel.

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Bei 20 km hatten Cynthia Limo (KEN) und Halbmarathon-Weltmeisterin Gladys Cherono (KEN) in 1:02:48 einen kleinen Vorsprung herausgelaufen, 10 Sekunden dahinter folgte mit Genet Yalew die erste Äthiopierin. Auf der 900 m langen Zielgeraden  konnte sich Limo leicht von Cherono absetzen und gewann in der Klassezeit von 1:06:04 das Rennen. Dies war die drittschnellste Zeit auf dem Kurs in RAK, nur Mary Keitany war bei ihrem Kursrekord (1:05:50) und im letzten Jahr (1:06:02) jemals schneller.

Kurz danach folgte Cherono in 1:06:07, und als Dritte stellte Genet Yalew in 1:06:26 sogar einen neuen äthiopischen Rekord auf. Überaus beeindruckend war auch das Resultat in der Breite: 6 Frauen blieben unter 67 Minuten und sogar 10 unter 69 Minuten. Dabei liefen alle Finisher(innen) von Platz 2 bis 10 die jemals schnellsten Zeiten für den jeweiligen Platz.

Durch das gute Ergebnis konnte sich RAK mit 1:06:14,3 für das Mittel der zehn besten Zeiten weiter von der Konkurrenz absetzen, die (nicht Regel konforme) Strecke des Great North Run folgt in diesem Ranking mit 1:06:37.

Das Rennen der Männer startete ungleich verhaltener. Mit Splits von 2:57, 2:54 und 2:54 lag man auf Kurs um 61 1/2 Minuten und damit deutlich über den Vorgaben an den Tempomacher. 5 km wurde von einer 12-köpfigen Gruppe nach 14:28 erreicht, fast eine 1/2 Minute langsamer als vorgesehen. Dies änderte sich auch kaum auf dem Weg zur 10 km-Marke, die nach 29:11 passiert wurde. Dabei lief man den Abschnitt von 9 km nach 10 km in nur 3:04.

Als Reaktion auf diesen Split zog plötzlich das Tempo deutlich an, mit km-Abschnitten von 2:47, 2:49, 2:51 und 2:52. Dies hatte zur Konsequenz, dass einer der Favoriten im Vorfeld, Ex-Marathon-Weltrekordler, Wilson Kipsang (KEN), schnell zurückfiel. Bei 15 km, die 10 Männer nach 43:28 erreichten, lag Kipsang schon eine gute halbe Minute zurück, gleiches galt unmittelbar vor ihm für Micah Kogo (KEN).

 RAK Half Marathon

Auf dem Weg nach 20 km kirstallisierte sich eine 7er-Gruppe heraus, die aber nach 57:51 bei 20 km kaum schneller wurde und auf Kurs von über 61 Minuten lag.

Erst ein faszinierendes Finale auf dem letzten km machte das Rennen noch einmal sehr schnell (letzter km in 2:36), und der Mann mit dem besten Finish, Birhanu Legese (ETH) konnte seinen Siegen in Berlin und Delhi in 1:00:40 einen weiteren in RAK hinzufügen.

Dabei musste er am Ende alle Kräfte mobilisieren, denn der New York City Marathon Gewinner, Stanley Biwott (KEN), kam noch einmal bedrohlich auf und wurde in gleicher Zeit Zweiter. Auch die nächsten Plätze waren hart umkämpft. Nguse Amlosom (ERI) wurde Dritter in 1:00:41, zeitgleich wurde einer der weiteren Favoriten Abraham Cheroben (KEN) Vierter.

Und weit abgeschlagen kam Wilson Kipsang (KEN) in 1:02:16 als Elfter ins Ziel. Er steckt allerdings nach seiner Aussage mitten in den Vobereitungen auf den London Marathon Ende April.

         Ergebnisse Halbmarathon der Frauen:
1. Cynthia Limo
KEN
15:49 31:32 47:21 1:02:48 1:06:04
2. Gladys Cherono
KEN
15:49 31:32 47:22 1:02:49 1:06:07
3. Genet Yalew
ETH
15:49 31:32 47:22 1:02:57 1:06:26
4. Peres Jepchirchir
KEN
15:49 31:32 47:21 1:03:13 1:06:39
5. Gladys Chesir
KEN
15:48 31:32 47:22 1:03:29 1:06:57
6. Jemima Jelagat
KEN
15:49 31:32 47:23 1:03:29 1:06:58
7. Worknesh Degefa
ETH
15:48 31:32 47:22 1:03:57 1:07:32
8. Priscah Jeptoo
KEN
15:49 31:34 48:07 1:04:37 1:08:04
9. Rose Chelimo
KEN
15:49 31:33 48:05 1:04:37 1:08:08
10. Gulume T. Chala
ETH
15:49 31:46 48:24 1:05:13 1:08:40
11. Tadelech Bekele
ETH
15:49 31:33 48:27 1:05:32 1:09:08
12. Wude Ayalew
ETH
15:50 33:11 51:35 1:08:42 1:12:20
13. Doris Changeywo
KEN
16:29 34:05 51:32 1:08:43 1:12:25
14. Anne-M.Hyrylainen
FIN
17:07 34:09 51:30 1:08:48 1:12:27
 
Ergebnisse Halbmarathon der Männer:
1. Birhanu Legese
ETH
14:29 29:12 43:28 57:51 1:00:40
2. Stanley Biwott
KEN
14:29 29:11 43:28 57:51 1:00:40
3. Nguse Amlosom
ERI
14:29 29:11 43:28 57:51 1:00:41
4. Abrah. Cheroben
KEN
14:29 29:11 43:27 57:51 1:00:41
5. Edwin Kipyego
KEN
14:29 29:11 43:28 57:51 1:00:45
6. Simon Cheprot
KEN
14:29 29:11 43:27 57:51 1:00:46
7. Edwin Kiptoo
KEN
14:28 29:11 43:28 57:52 1:01:00
8. Cosmas Birech
KEN
14:29 29:11 43:29 58:37 1:01:49
9. Emmanuel Bett
KEN
14:29 29:11 43:28 58:37 1:01:55
10. Leonard Komon
KEN
14:29 29:11 43:48 59:00 1:02:12
11. Wilson Kipsang
KEN
14:29 29:11 44:05 59:12 1:02:16
12. Micah Kogo
KEN
14:29 29:11 44:01 59:12 1:02:23
  Splits der führenden Läufers:
1 km 2:57 2:57   62:14
2km 5:51 2:54   61:43
3 km  8:45 2:54   61:32
4 km  11:37 2:52   61:16
5 km  14:28 2:51 14:28 61:03
6 km  17:23  2:55   61:07
7 km  20:14 2:51   60:59
8 km  23:11 2:58   61:11
9 km  26:07 2:55   61:13
10 km  29:11 3:04 14:43 61:34
11 km  31:58 2:47   61:19
12 km  34:47 2:49   61:09
13 km  37:38 2:51   61:04
14 km 40:30 2:51   61:02
15 km 43:28 2:58 14:17 61:08
16 km 46:17 2:49   61:02
17 km 49:13 2:56   61:05
18 km 52:09 2:56   61:07
19 km 55:03 2:54   61:08
20 km  57:51 2:48  14:23 61:01
21 km  60:25 2:36   60:44
HM 60:40 0:13  

RAK Half Marathon Stats - By K. Ken Nakamura

Top 10 Performance average for women's race in RAK Half Marathon is now 1:06:14, 
improved from 1:06:30

Genet Yalew, Peres Jepchirchir, Gladys Chesir and Jemima Jelagat became 22nd, 23rd, 24th 
and 25th, respectively, to crack 67 min for half marathon 

Genet Yalew's time, 1:06:26, is the second fastest half marathon time by Ethiopian. 
Fastest, 1:06:09 by Meseret Defar is on Down Hill course from Newcastle to South Shields

1:06:04 by Cynthia Limo is the third fastest time in RAK Half Maratho  
Only Mary Keitany, twice, has ran faster 

Fastest ever marks for place for 2nd to 10th place in the Half Marathon were 
set at the RAK Half Marathon 

Cynthia Limo ran the second fastest half marathon as 26 years old 

Gladys Cherono ran the fastest half marathon as 32 years old.  
Note Mary Keitany ran faster when she was 33 years old

Genet Yalew ran the fastest half marathon as 23 years old at RAK Half Marathon 

Peres Jepchirchir ran the fastest half marathon as 22 years old at RAK Half Marathon