• Der Läufer Heinz Uth
    Der Läufer Heinz Uth © privat
  • Die Berliner Stadtmannschaft mit (v.lks.) Christian Ziervogel, Heinz Uth, Eckard Spieker und Kurt Petereit
    Die Berliner Stadtmannschaft mit (v.lks.) Christian Ziervogel, Heinz Uth, Eckard Spieker und Kurt Petereit © privat
  • Der Trainer  Heinz Uth
    Der Trainer Heinz Uth © privat
  • Heinz Uth (2.v.r.), Matthias Einert (2.v.lks.), Wilfried Jackisch (m), Andreas Schierarend (hockend)
    Heinz Uth (2.v.r.), Matthias Einert (2.v.lks.), Wilfried Jackisch (m), Andreas Schierarend (hockend) © privat
  • Heinz Uth interviewt Sigrid Lomsky beim Berliner Läufertreffen im Schlot
    Heinz Uth interviewt Sigrid Lomsky beim Berliner Läufertreffen im Schlot © Jörg Scheider
  • Heinz verabschiedet sich
    Heinz verabschiedet sich © privat
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Heinz Uth verstorben

Heinz Uth, geb. am 27. Januar 1936 ist kurz nach seinem 80-jährigen Geburtstag am 30. Januar 2016 nach schwerer Krankheit verstorben.

„Riskiert, gekämpft – zum Schluss verloren“ heißt es in der Todesanzeige.

Heinz Uth war beruflich Polizeibeamter. Er wurde zum Läufer als er als Polizeibeamter seinen jährlichen Sportnachweis erbringen und einen 2000m-Lauf absolvieren musste. Den lief er in Fußballschuhen auf einer Aschenbahn und war Bester der Einheit, da merkte er, dass er mehr konnte.

Dieser Test war kurz gesagt der Anfang seiner Laufkarriere, obwohl Fußballspielen ihm zunächst wichtiger war.

1966 lief Heinz seinen ersten Marathon mit einer guten Platzierung, sein Ziel dann mal unter 2:20 zu laufen erreichte er nicht ganz, aber er war Mitglied der Berliner Stadtmannschaft und nahm an internationalen Läufen erfolgreich teil.  

Über die Vereine ASV, BSV 92 kam er zum  SCC. Hier war er läuferisch weiterhin erfolgreich, aber auch ebenso organisatorisch beteiligt am Aufbau des Berlin-Marathon, wie u.a. an der Streckengestaltung, am langjährigen Läuferforum und an der weiteren Entwicklung des Laufes. Schon hier ging seine Laufkarriere  über in die Funktion eines Trainers.

„Ein guter Trainer sollte wissen, wovon er redet. Er sollte alle Situationen des Sports selbst erlebt haben. Ich denke, das ist wichtiger als jedes noch so gute theoretische Wissen“ war seine Devise als Trainer und Betreuer.

1988 gründete er als Initiator den LTC (Lauf- und Triathlon-Club Berlin), hier war er über 10 Jahre erster Vorsitzender und Trainer in Personalunion. 2005 beendete er seine Tätigkeit – in der er aufging und die ihm viele kleinere und größere Erfolge brachte.

Heinz war in seiner Einstellung und Art in allem offen, hart, zupackend und kantig und er sagte seine Meinung, selbst wenn es vielen nicht gefiel.
„Wenn ich von einer Sache überzeugt bin, setze ich mich mit allem, was mir möglich ist, ein. Ich mag keine halben Sachen. Ich kämpfe ungern im Hintergrund, sondern zeige mich gern in der ersten Reihe. Dabei provoziere ich häufig, bewege mich aber überwiegend im Rahmen des Kategorischen Imperatives“. „Mein Lieblingsmotto, das ich gerne weitergebe lautet: Es ist nie zu spät, das zu werden, was man hätte sein können!“

Heinz Uth hinterlässt ein große Lücke in der Berliner Lauf- und Leichtathletikgemeinde als Trainer, Mensch und Partner, in einer Zeit, in der Individualisten mit eigenem Standpunkt und Gewissen nicht mehr alltäglich sind.

Horst Milde

Die Trauerfeier mit anschließender Urnenbeisetzung findet am Freitag, dem 26. Februar 2016, um 13.00 Uhr auf dem Friedhof Heerstraße, Trakehner Allee 1, 14053, Berlin statt.

Heinz Uth:

Heinz Uth - R.I.P.

25 JAHRE MAUERFALL IN BERLIN: Ein vergessenes Stück Sportgeschichte der Wendezeit. Heinz Uth erinnert sich.

Heinz Uth - Läufer und Trainer in Berlin - Ein Interview von Sven Kersten (LTC Berlin)

Heinz Uth klärt auf - siehe:

Dreister Betrug beim 41. BERLIN-MARATHON 2014 – Die Betrüger-Familie