• Professor Alexander Weber (lks.) und Johannes Tack
    Professor Alexander Weber (lks.) und Johannes Tack © JoAnna Zybon
  • Die Referenten (v.l.n.r.): Dr. Raphael Richter, Urs Weber, Manuela Bünger, Günther Bergs, Ines Schüssler, Gabriele Muhren, Professor Alexander Weber, Torsten Schubert, Dr. Rüdiger Carlberg, Johannes Tack, Jürgen Clemens, Sonja Baur.
    Die Referenten (v.l.n.r.): Dr. Raphael Richter, Urs Weber, Manuela Bünger, Günther Bergs, Ines Schüssler, Gabriele Muhren, Professor Alexander Weber, Torsten Schubert, Dr. Rüdiger Carlberg, Johannes Tack, Jürgen Clemens, Sonja Baur. © Carsten Bender
  • Günther Bergs, Chef des Verbands des Lauftherapeuten VDL
    Günther Bergs, Chef des Verbands des Lauftherapeuten VDL © Carsten Bender
  • Manuela Bünger (ganz links in rot) bei ihrem Workshop
    Manuela Bünger (ganz links in rot) bei ihrem Workshop "Lauftherapie und Spiritualität" © Carsten Bender
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Botschafter des Laufens - Die Lauftherapie-Fachtagung 2016 in Bochum war ein voller Erfolg

Während Doping-Affären vielen Laufbegeisterten die Freude am Spitzensport vermasseln wendet sich das öffentliche Interesse immer mehr dem Breitensport zu.

Immer mehr Stimmen verkünden, dass die wahren Sportler in den Ergebnislisten eher hinten rangieren oder gar nicht darin zu finden sind, wie zum Beispiel die Wald-, Wiesen- und Gesundheitsläufer.

Wie viele dieser Hobbyläufer haben wohl in einem Lauftherapie-Kurs mit dem Joggen angefangen? Und wie viele kennen das Deutsche Lauftherapiezentrum (DLZ) in Bad Lippspringe und wissen, dass dort mit der „Aus- und Weiterbildung zum Lauftherapeuten/zur Lauftherapeutin“ etwas ganz Besonderes angeboten wird?

Die DLZ-Lehrgangsteilnehmer erwartet nicht nur Wissenszuwachs, sondern eine intensive Zeit voller Laufglück, Gruppenmagie und tiefgründigen Erfahrungen, die auch viele Jahre nach dem Abschluss noch nachwirken.

Eine perfekte Gelegenheit sich über das DLZ zu informieren, seinen Gründer und Vorstandsvorsitzenden Professor Alexander Weber persönlich zu treffen und sich mit vielen aktiven Lauftherapeuten auszutauschen bot kürzlich die in der Bochumer „Hochschule für Gesundheit“ durchexerzierte Fachtagung an.

Es war eine bislang einmalige Veranstaltung mit dem Titel „Lauftherapie in Lebenswelten“.

Gastgeber war neben dem DLZ die VIACTIV, Deutschlands sportlichste Krankenkasse. Diesen Titel hat sich die VIACTIV mit ihrem leidenschaftlichen Engagement für die Lauftherapie verdient. Ihren Mitgliedern erstattet sie jährlich bis zu 200,- € für Lauftherapie-Kurse.

Ein anderes Highlight ihres Leistungskatalogs ist der Check-up beim Sportmediziner inkl. Belastungs-EKG, der alle zwei Jahre mit 140,- € gefördert wird, auch wenn der „Patient“ tipptopp gesund ist und vor seinem ersten Marathon lediglich einen versteckten Herzfehler ausschließen möchte.

Bei den allermeisten Kassen dürfen Sportler sich solch einen Luxus selbst bezahlen, was ungerecht ist, wenn man bedenkt dass sie einfach nur ihren Sport at acta legen müssten, um später als adipöse Herzinfarkt-Coachpotatoes mit kostenlosen Belastungs-EKGs nur so zugeschmissen zu werden.

Nomen est omen, so auch bei der VIACTIV.

Bei der Fachtagung gehörten die Begrüßungsworte ihrem Vorstandsvorsitzenden und Läufer Reinhard Brücker.

Für das Programm hatte Professor Weber dreizehn Referenten eingeladen, darunter seine beiden Vorstandsmitglieder Johannes Tack und Dr. Rüdiger Carlberg, außerdem Urs Weber, Manuela Bünger, Gabriele Muhren, Sonja Baur, Jürgen Clemens, Andrea Höber, Torsten Schubert, Günther Bergs, Ines Schüssler und Dr. Raphael Richter.

Sie berichteten von ihren lauftherapeutischen Erfahrungen in verschiedenen Lebenswelten mit allen denkbaren Zielgruppen, vor allem Kindern und Jugendlichen, Langzeitarbeitslosen, Mitarbeitern in Großbetrieben, Kirchengemeindemitgliedern oder Psychotherapie-Patienten.

Urs Weber, Redakteur bei Runner`s World, stellte neue Trends der Laufszene vor. Andrea Höber präsentierte eine kleine Studie über Rolle und Tätigkeitsfelder der Lauftherapeuten.
Die Pfarrerin Manuela Bünger begeisterte wie stets mit ihrem einzigartigen spirituell-lauftherapeutischen Repertoire.

Viele Tagungsgäste brachten ihre eigenen Erfahrungen ein, die sie in Laufschulen, Lauftreffs oder psychosozialen Berufen gesammelt haben.

Nach zwei Tagen, sechs Vorträgen und zwölf Workshops war das lauftherapeutische Geben und Nehmen vollendet.

Ob Gastgeber, Referenten oder Gäste: Alle Teilnehmer verließen die Bochumer Tagungsstätte inspiriert als Botschafter des Laufens.

JoAnna Zybon