• Gesa Krause und Max Heß waren an Eliteschulen
    Gesa Krause und Max Heß waren an Eliteschulen © Victah Sailer
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NRW will Olympia 2032 - wollen sie aber auch Medaillen - Nur 2 von 43 LA - Eliteschulen des Sports in NRW - Ein Kommentar von Lothar Pöhlitz

Gesa Krause und Max Heß waren an Eliteschulen

Sie wollen Olympia 2032 in die Region Rhein-Ruhr holen, präsentieren im KStA vom 15.7.2017 mögliche Sportstätten, die Vorteile für die Region, Hotels, das Olympische Dorf und reden über ein mögliches Olympia-Stadion in Köln.

Wünschenswerte erfolg-reiche Beiträge der Sportler - Medaillen oder gar Siege - aus der Region werden leider nicht thematisiert. Die würde aber doch die Fans interessieren die letztendlich zustimmen müßten und die Sportstätten füllen sollen. Dabei wäre es Zeit - 15 Jahre vor 2032 - auch darüber zu reden.

Von 43 DOSB-Eliteschulen des Sports die es dafür in Deutschland gibt, haben nur 2 (!) von 5 die Leichtathletik als Schwerpunktsportart in ihrem Aufgabenbereich in Nordrhein-Westfalen. - Leverkusen und Wattenscheid. Im Wintersport sind sie die Voraussetzungen für stolze Erfolge.

Im Beispiel für die Leichtathletik-Funktionäre in NRW bedeutet das raus aus der Defensive, die Versäumnisse aufarbeiten. Sonderschulen für Sport wären eine Lösung.

Die Versäumnisse aus der Vergangenheit aufarbeiten

Nur aktuell zwei davon widerspiegeln u.a. das geringe Interesses für Leistungssport und Schulsport und deren Voraussetzungen aus der Zeit der gerade abgewählten, langjährigen SPD/Grünen-Regierung. Auch den Niedergang des Schulsports hat die ehemalige Grünen-Ministerin für Bildung Löhrmann zu verantworten.

Der Städte- und Gemeindebund NRW hat nach einer Umfrage unter seinen Mitgliedern ermittelt, dass "vorsichtig gerechnet" mehr als 400 Sport- und Turnhallen als Notunterkünfte für Flüchtlinge dem Sport entzogen, sozusagen „enteignet" wurden, von denen noch heute viele sanierungsfähig dem Vereins-, Fitness- und Schulsport nicht zur Verfügung stehen. Dabei ist Schulsport doch ein Teil der Bildung in unserem Lande.

Die neue Regierung will Bildung und Leistung, auch im Sport?

Nun hat der neue NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) eine Olympiabewerbung der Rhein-Ruhr-Region ins Gespräch gebracht. Auch der Sportvermarkter Michael Mronz hat sich für eine deutsche Bewerbung mit dem Zentrum Nordrhein-Westfalen („Rhein-Ruhr Olympic City" Düsseldorf/Köln) für das Jahr 2032 ausgesprochen.

In einer Region in der es große Sport-Versäumnisse außerhalb des Fußballs gab und nun andere dringende Aufgaben im Zusammenhang mit Sport zu lösen wären. Erfreulich das die neue CDU/FDP-Regierung unter Laschet/Lindner in ihrem Programm einen Schwerpunkt Bildung installiert hat, in dem hoffentlich auch der Schulsport unter der neuen NRW-Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) einen gebührenden Platz erhält. Dazu würden auch die sportbetonten Schulen zählen.

Die Hoffnung liegt nun bei NRW-Schulministerin Yvonne Gebauer

Mehr Sonderschulen auch für Sport - mehr Sportstunden - mehr Sport-Fachlehrer - bessere Unterrichtsqualität - moderne Ausstattung der Sporthallen. Und der Schulsport muß wieder Teil des schulischen Bildungs- und Erziehungsauftrags werden.

Dazu gehören auch Sonderschulen für Sport. Neben den 2 Eliteschulen des Sports mit Leichtathletik-Schwerpunkt werden weitere gebraucht um die Region NRW erst einmal in Deutschland, später bei Olympischen Spielen in NRW konkurrenzfähig zu machen. Da würden sich beispielsweise Dortmund, Düsseldorf und Köln anbieten.  

„Eine Eliteschule des Sports ist eine Fördereinrichtung, die im kooperativen Verbund von Leistungssport, Schule und Wohnen Bedingungen gewährleistet, damit talentierte Nachwuchsathleten und Nachwuchsathletinnen sich auf künftige Spitzenleistungen im Sport bei Wahrung ihrer individuellen schulischen Bildungschancen vorbereiten können." (Quelle: DOSB).

In den vom DOSB formulierten Aufgaben findet man: die Eliteschulen des Sports bilden als Baustein im Verbundsystem Schule - Leistungssport ein Profil aus, das sportlich Hochbegabte in besonderem Maße fördert.

„Die Behauptung ohne Doping könnten keine olympischen Medaillen gewonnen werden, wies gerade Ole Schröder (CDU), Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesinnenministerium zurück: Deutsche Sportler wollten und könnten zeigen, dass es auch ohne Doping möglich ist, Weltspitze zu sein" (Quelle DOSB).

Lothar Pöhlitz