• Rose Chelimo gewinnt den WM-Marathon in London:
    Rose Chelimo gewinnt den WM-Marathon in London: © Victah Sailer
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Die Gruppe der Favoritinnen läuft durch die City der britischen Metropole.
    Die Gruppe der Favoritinnen läuft durch die City der britischen Metropole. © Victah Sailer
  • Fate Tola war die beste deutsche Läuferin in London.
    Fate Tola war die beste deutsche Läuferin in London. © Victah Sailer
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WM-Aktuell - London 2017: Rose Chelimo gewinnt spannendes Marathon-Finish

Rose Chelimo hat bei den Leichtathletik-Weltmeisterschaften in London die Goldmedaille im Marathon gewonnen. Die frühere Kenianerin, die seit zwei Jahren für Bahrain startet, setzte sich in einem spannenden Finale gegen die zweimalige Marathon-Weltmeisterin Edna Kiplagat (Kenia) durch.

Chelimo hatte im Ziel auf der Tower Bridge mit 2:27:11 Stunden einen Vorsprung von sieben Sekunden auf Kiplagat, die gerade noch so den zweiten Platz vor der am Ende stark aufkommenden, zeitgleichen US-Amerikanerin Amy Cragg (2:27:18) ins Ziel rettete. Vierte wurde Flomena Cheyech Daniel (Kenia) mit 2:27:21.

Fate Tola (LG Braunschweig)
lief in der ersten Hälfte des Rennens in der großen Gruppe der Favoritinnen. Dann jedoch konnte die aus Äthiopien stammende Läuferin das Tempo nicht mehr halten. Auf Platz 22 kam sie nach 2:33:39 ins Ziel.

Ebenfalls schwer wurde es für Katharina Heinig (Eintracht Frankfurt). Sie belegte Rang 39 in 2:39:59. Beide deutsche Läuferinnen hatten sich in London mehr erhofft.

Relativ warme Temperaturen von rund 20 Grad und einiger Wind machten es nicht einfach für die Läuferinnen. Doch für ein Meisterschaftsrennen im Hochsommer waren die Bedingungen insgesamt gut.

Das Rennen war lange gekennzeichnet von einem sehr verhaltenen Tempo der Favoritinnen und von zwei Läuferinnen, die mit unterschiedlich großem Vorsprung vor der großen Gruppe rannten. Zunächst war es gleich nach dem Start die Portugiesin Catarina Ribeiro, die sich absetzte und zeitweise knapp zehn Sekunden Vorsprung hatte. Ihr Unterfangen war ebenso aussichtslos wie der Vorstoß von Alyson Dixon. Kaum war Ribeiro nach rund elf Kilometern wieder eingefangen, lief die Britin davon. Sie hatte immerhin zeitweilig einen Vorsprung von über 30 Sekunden und hielt die Führungsposition rund 18 Kilometer lang.

Aber die Favoritinnen wussten, dass Dixon keine Medaillenkandidatin sein würde und ließen sie vor heimischem Publikum gewähren. Am Ende fiel die Britin noch bis auf Rang 18 zurück.

Die Gruppe mit den starken afrikanischen Läuferinnen hatte die Halbmarathonmarke nach 1:14:52 Stunden erreicht. Bei 30 km zeigten die Uhren für die 15-köpfige Spitzengruppe 1:45:52 - immer noch war dies ein verhaltenes 2:29-Stunden-Tempo. Erst sechs Kilometer vor dem Ziel tat sich etwas: Es war Amy Cragg, die sich an die Spitze setzte und die Gruppe auseinander zog. Die Amerikanerin war die Überraschung des Rennes. Mit einer persönlichen Bestzeit von 2:27:03 Stunden gehörte die 33-Jährige nicht zu den Favoritinnen, mischte aber trotzdem ganz vorne mit.

Der nächste Vorstoß kam nach 37 km: Rose Chelimo übernahm die Führung. Nun entwickelten sich zwei Zweikämpfe. Edna Kiplagat lief mit ihrer früheren Landsfrau mit während etwas dahinter Flomena Cheyech Daniel und Amy Cragg um Bronze kämpften. Geschlagen war zu diesem Zeitpunkt die äthiopische Titelverteidigerin Mare Dibaba, die am Ende mit Rang acht vorlieb nehmen musste.

Als sich bei Kilometer 40 Edna Kiplagat, die 2011 und 2013 Marathon-WM-Gold gewonnen hatte, ein paar Meter von Rose Chelimo absetzen konnte, sah die 37-Jährige schon wie die Siegerin aus. Doch Chelimo konnte noch einmal kontern. Eingangs der Zielgerade schob sie sich wiederum an Kiplagat vorbei und gewann.

Im April war die Reihenfolge noch anders herum gewesen: Damals gewann Kiplagat den Boston-Marathon vor Chelimo. Ebenfalls erst auf den letzten rund 200 Metern überholte Amy Cragg noch Flomena Cheyech Daniel im Kampf um Bronze.

„Ich hatte nicht erwartet, dass ich heute gewinnen könnte. Ich habe alles gegeben. Aber nachdem mich Edna überholt hatte, hatte ich mich schon so gut wie abgefunden mit dem zweiten Platz. Dann habe ich sie wieder eingeholt und mir gedacht, vielleicht kann ich ja doch noch gewinnen“, sagte Rose Chelimo.

Fate Tola lief lange Zeit am Ende der 15-köpfigen Gruppe mit den Favoritinnen, die die Britin Alyson Dixon verfolgten. Nach der Halbmarathonmarke wurde es jedoch schwer für Fate Tola und bei etwa 24 km fiel sie zurück. „Ich wollte mit der Spitzengruppe mitlaufen, aber ich hatte Schmerzen auf der Rückseite des linken Oberschenkels, daher konnte ich das Tempo nicht mehr halten. Das Ergebnis ist nicht wie erwartet, aber ich bin zufrieden, dass es immerhin 2:33 Stunden geworden sind“, sagte Fate Tola, die im April den HAJ Hannover-Marathon gewonnen hatte. „Es war ein bisschen wenig Zeit zur Vorbereitung seit Hannover. Es bedeutet für mich aber sehr viel, für Deutschland zum ersten Mal bei einer WM gelaufen zu sein.“

Katharina Heinig lief bei ihrer WM-Premiere zunächst in einer kleineren Gruppe ein Stück hinter den Favoritinnen. „Die Strecke und die Bedingungen waren nicht einfach. Zunächst lief ich in einer kleineren Gruppe und konnte eine Läuferin nach der anderen überholen. In der dritten Runde fühlte ich mich noch gut. In der vierten habe ich gemerkt, dass die Sonne, die Anstiege und der Gegenwind doch mehr Energie gekostet haben als gedacht“, sagte Katharina Heinig, die dann in der letzten Runde Probleme bekam. „Hinten raus war es eine Qual.

Ich bin viel alleine gelaufen und habe versucht, mich immer wieder an eine Läuferin heranzuarbeiten. Es ist nicht die Leistung, die man erwartet, wenn man 2:28 Stunden zu stehen hat. Es war meine erste WM bei schwierigen Bedingungen. So gesehen ist das Ergebnis okay.“

Ergebnisse:

1. Rose Chelimo      BRN    2:27:11
2. Edna Kiplagat        KEN    2:27:18    
3. Amy Cragg            USA    2:27:18
4. Flomena Cheyech  Daniel    KEN    2:27:21
5. Shure Demise        ETH    2:27:58
6. Eunice Kirwa          BRN    2:28:17
7. Helah Kiprop          KEN    2:28:19
8. Mare Dibaba          ETH    2:28:49
9. Jessica Trengove    AUS    2:28:59
10. Berhane Dibaba   ETH    2:29:01
22. Fate Tola            GER    2:33:39
39. Katharina Heinig GER   2:39:59


race-news-service.com

Stats of the day - Day 3 by Ken K Nakamura:

First correction

2.20m difference between 3rd and 4th is largest ever in WC DT.  Previous max was 1.18 in 2007

was not under DT, but was erroneously categorized under LJ

And onto day 3

Day 3 

Heptathlon 

JT
58.41 JT by Vetter is the JT record during WC Heptathlon, bettering 56,36 by Margaret SImpson.

All time JT best during Heptathlon is 60.90 by Spotakova recorded in Talence in 2012


Thiam became fifth multi-eventer to win both World Championships and Olympics

Best marks for place in WC Heptathlon were set for 3rd, 4th, 5th and 6th

First medal of any kind for BEL by Thiam at WC Heptathlon


Marathon: 

Women:

It is a first gold for BRN by Chelimo. BRN had one bronze by Kirwa two years ago.

7 sec difference between 1st and 3rd is the second smallest in the history of WC W Marathon 
it was 4 sec in 2015 

3 sec margin between 3rd and 4th matched the minimum that was recorded Beiing in 2015

Amy Cragg got second medal for US. In 1983 Dickerson won silver behind Great Grete Waitz


Men: 

Kirui's time is fourth fastest in the history of WC

Kirui is the first World Junior 10000m medalist to win the World Championships marathon

Simbu got first medal for TAN at the marathon in WC  since 2005

1 min 22 sec is the second largest winning margin in the history of WC; the max is 2 min 28 sec by Kirui in 2011

20 to 25km was covered in 14:28, the fastest for this 5km segement in the World Championships marathon


400m Semi

43.89 fastest ever semi of 400m in WC; previously MJ did 43.95 in 1999

110mH Semi

13.265 by Allen is the fastest semi time that failed to qualify for the final of WC 110mH.  
Previously fastest time that failed to qualify for the final of 110mH in WC was 13.29 by Harris in 2015

SP

Walsh won first medal of any kind for NZL at WC SP

Walsh became fifth SP to win both World Championships and World Indoor Championships

Best marks for place for WC SP for place 5 - 8 were set

All time best marks for place (not just WC) for SP were set for position 5 & 6 (& possibly more)  

SP First medal of anykind for CRO at WC SP



W100m

Margin of victory of 0.01 matched Gail Devers' margin of victory at 100m in 1993

With gold in 2017 WC, silver in 2016 OG, and bronze in 2015 WC, Tori now has complete set of global championships medals 

Schippers now have silver from 2015 and bronze from today.


WPV

Stefadini became first GRE to win WPV in WC

Stefadini cleared 4.91, second highest mark in WC PV

First medal of any kind for VEN at WPV in WC

Silva won third medal at WPV at WC, one short of Isinbayeva 

Stefanidi opened at 4.65; Isinbayeva twice opened at 4.65

Stefanidi became third (after Dragila and Isinbayeva) PV to win both WC and Olympics 

Stefanidi became third (after Feofanova and Isinbayeva) PV to win both WC and European Champ 

Stefanidi became second (after Isinbayeva) PV to win both WC and WOrld Youth Champ 


WJT qualifying 

62.26 by KOcina is the longest non-qualifying JT in WC