• Laufen in der Anstalt - mit Ansager John Kunkeler (r.)
    Laufen in der Anstalt - mit Ansager John Kunkeler (r.) © Horst Milde
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„4. Berliner 10 km Lauf für Gefangene" (und Externe) in der JVA Plötzensee am Freitag, dem 13. Oktober um 15.00 Uhr - auch für Besucher. Peter Steudtner, der Berliner Menschenrechtler läuft den Berlin-Marathon im Gefängnishof in der Türkei - siehe Hinweis unter P.S.

Auch Besucher sind willkommen, Anmeldung wie unten angegeben.

Am Freitag, den 13. Oktober 2017 um 15.00 Uhr findet der "4. Berliner 10 km Lauf
für Gefangene" (und Externe) in der Justizvollzugsanstalt Plötzensee statt.

Dieses einmalige Berliner Event hinter Gefängnismauern findet mit Unterstützung und in Kooperation mit German Road Races (GRR) e.V. statt.

Am Freitag, dem 13. Oktober 2017, um 15.00 Uhr werden es aber nicht 43.852 Teilnehmerinnen und Teilnehmer wie beim BERLIN-MARATHON 2017 sein, sondern maximal 100 Läuferinnen und Läufer. Mehr lässt die Strecke nicht zu.

Alle 7 Berliner Anstalten können für diese besondere Laufveranstaltung Teilnehmer und Teilnehmerinnen entsenden.

Zudem dürfen sich auch externe Läufer und Läuferinnen beteiligen.

Die Gefangenen gehen gut vorbereitet an den Start. In der JVA Plötzensee beispielweise wird schon seit 2012 regelmäßig ein Lauftraining angeboten und dankbar angenommen.

Neben der allgemeinen Organisation durch die Verantwortliche der sozialpädagogischen Abteilung der JVA Plötzensee ist German Road Races für die sportliche Organisation zuständig und stellt für dieses Event auch externe Helferinnen und Helfer zur Verfügung.

Die Laufstrecke ist eine 1.000m-Runde auf dem Gelände der JVA Plötzensee und der
Jugendstrafanstalt. Sie muss zehn Mal absolviert werden. Vermessen wurde die Strecke vom
IAAF/AIMS-A-grade- Vermesser John Kunkeler.

Der Berliner Leichtathletik-Verband (BLV) schickt offizielle Kampfrichter, damit die Ergebnisse beim Verband gelistet werden können.

Natürlich gibt es wie bei jeder Laufveranstaltung Preise. Die ersten Sechs erhalten Pokale, Urkunden und hochwertige BERLIN-MARATHON-Jacken (die sehr begehrt sind) und weitere Sportsachen vom ISTAF Berlin.

"SCC Events", der Veranstalter des BERLIN-MARATHON,  stellt u.a. auch Organisationsmaterial zur Verfügung, wie auch das ABC Zentrum Berlin e.V. und das Sportamt Charlottenburg-Wilmersdorf.

Zur Unterhaltung der Besucherinnen und Besucher spielt die „hauseigene Band" der JVA
bestehend aus Inhaftierten und dem Musikerlehrer Jürgen Bailey.
 
Betreut und unterstützt wird die Veranstaltung von den Bediensteten der teilnehmenden Justizvollzugsanstalten, aber auch von ehrenamtlich Helfenden von "draußen". Die Ehrenamtlichen übernehmen begeistert Aufgaben wie Streckenposten, Ausgabe von Getränken oder Verpflegung.

Externe Läuferinnen und Läufer können sich noch über Frau Susan Drews der JVA  anmelden. Es wird um eine Spende von 10 € gebeten (Externe). Extern Teilnehmende erhalten eine wunderschön gestaltete Erinnerungsurkunde.

Anmeldungen unter: Susan.Drews@jvapls.berlin.de (bitte Pass-/Personalausweis-Nummer und Geburtsdatum angeben).

Auch Besucher sind willkommen, Anmeldung w.o. über Frau Susan Drews

Horst Milde

PS: Der Berlier TAGESSPIEGEL veröffentlicht am Donnerstag, dem 12. Oktober 2017 - unter der Überschrift: "Er ist den Berlin-Marathon mitgelaufen". 

Der Berliner Menschenrechtler Peeter Steudtner sitzt genau 100 Tage in türkischer Untersuchungshaft. Die Berliner Pfarrerin Almut Bellmann wurde gefragt, wie es ihm geht und sie sagte u.a.:

"Er macht Sport. So gut es geht, läuft viel. Er ist sogar in seinem kleinen Gefängnishof den Berlin-Marathon mitgelaufen. Er hat aber nicht die ganze Strecke geschafft - zu viele Ecken und Kurven"!

Anmeldungen: Drews, Susan: Susan.Drews@jvapls.berlin.de

Flyer der Veranstaltung 2017: ganz unten - hinter den links!

Ort der Veranstaltung:

JVA Plötzensee
Friedrich-Olbricht- Damm 17
13627 Berlin 

Geschichte:

Justizvollzugsanstalt Plötzensee, ehem. Justizvollzugsanstalt Charlottenburg, Jugendstrafanstalt Berlin

Ehem. Strafgefängnis Plötzensee, Gesamtanlage unter Denkmalschutz

Das damals größte Gefängnis Deutschlands wurde 1868-79 von Heinrich Ludwig Herrmann unter Beteiligung von Paul Emanuel Spieker und Hesse erbaut. Eine der frühesten Berliner Gefängnisanlagen mit lockerer Bebauung in Rohziegelbauweise: Torhaus, Gefängnistrakte, Beamtenwohnhäuser, Küchenbauten, Kessel- und Maschinenhaus, Anstaltskirche im oberen Stock des Hauptgebäudes. Das Gefängnis galt als eine der modernsten Haftanlagen Europas.
1.200 Strafgefangene waren hier untergebracht. 1939 Abriss des jüdischen Tempels. Im NS-Zuchthaus Plötzensee wurden etwa 2.500 Männer, Frauen und Jugendliche durch Fallbeil oder Strick hingerichtetet, darunter zahlreiche Widerstandskämpfer. Teilweise Zerstörung im Zweiten Weltkrieg. Danach diente das Strafgefängnis bis 1987 als Jugendstrafanstalt. Dann wurde es als JVA Plötzensee zu einer Einrichtung des offenen Männervollzugs. Auf dem Gelände wurde 1952 die Gedenkstätte Plötzensee für die Opfer des Nationalsozialismus errichtet.

1980-87 entstand als Neubau unter Einbeziehung einiger alter Gebäude die Jugendstrafanstalt Berlin mit 448 Haftplätzen.

Auf der Südseite des Friedrich-Olbricht-Damms wurde 1983 die JVA Charlottenburg fertig gestellt, ursprünglich für weibliche Strafgefangene im geschlossenen Vollzug, seit 1998 mit 210 Haftplätzen für männliche Strafgefangene im geschlossenen Vollzug und mittlerweile mit der JVA Plötzensee fusioniert.

Quelle: Bezirksamt Charlottenburg-Wilmersdorf

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Downloads

Der Flyer für den 4. Berliner 10 Kilometer Lauf für Gefangene