• Chumba-Rono-Deksisa
    Chumba-Rono-Deksisa © Victah Sailer
  • Levins und Race Director Alan Brookes
    Levins und Race Director Alan Brookes © Victah Sailer
  • Megra-Tanui-Asefa
    Megra-Tanui-Asefa © Victah Sailer
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28. Scotiabank Toronto Waterfront Marathon am 22. Oktober 2017: Starkes Elitefeld bei den Männern - Helmut Winter

Über 23000 Teilnehmer sind am Sonntag bei der 28. Auflage des Scotiabank Toronto Waterfront Marathon auf diversen Strecken auf den Beinen, und Race Director Alan Brookes ist es gelungen, insbesondere bei den Männern ein sehr starkes Elitefeld an den Start in der University Avenue nahe der Toronto City Hall zu bringen.                                                

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Neben dem Vorjahressieger Philemon Rono (KEN) ist es vor allem Dickson Chumba (KEN), der ein schnelles Rennen am Ufer des Lake Ontario erwarten lässt. Der Streckenrekord von 2:07:05 durch Deresse Chimsa (ETH) aus dem Jahr 2013 könnte am Sonntag fallen, wobei aber neben günstigen Temperaturen um 15°C ein Taupunkt von 13°C für erhebliche Luftfeuchte sorgen dürfte.

Unvergessen bliebt die Episode aus dem Vorjahr, wo der spätere Sieger Rono kurz vor dem Start beim Sprung über eine Absperrung stürzte und besinnungslos liegen blieb. Bevor der Rennarzt sich um ihn kümmern konnte, war Rono schon gestartet und gewann in 2:08:27. Seine Bestzeit von 2:07:07 lief der Kenianer beim Hamburg Marathon 2014. Im Vergleich dazu ist sein Landsmann Chumba schon 2:04:32 in Chicago gelaufen, als es dort vor drei Jahren noch Tempomacher gab. Ferner gewann er 2014 den Tokyo Marathon und 2015 den Chicago Marathon. Im Februar musste auch er für die Höllenfahrt in der ersten Hälfte des Tokyo Marathon büßen, wurde aber in 2:06:25 Dritter.

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Dickson Chumba ist der Topstar beim Waterfront Toronto Marathon. (c) H. Winter

Solomon Deksisa wurde im letzten Jahr beim Rotterdam Marathon in 2:06:22 Zweiter, im Februar war auch er in Tokyo dabei und lief 2:09:31. Der Front-Runner Tadese Tola (ETH) war in 2:04:49 beim legendären Rennen in Dubai im Januar 2013 dabei, als es fünf Läufer unter 2:05 Stunden schafften. Sein letzter Auftritt über die volle Marathondistanz beim Frankfurt Marathon in 2:11:52 war weniger überzeugend. Gebretsadik Abrha (ETH) erzielte bereits 2012 in Amsterdam 2:06:21, im Mai gewann er den Marathon in Prag in 2:08:47. Und mit Endeshaw Negesse (ETH) ist mit 2:04:52 (Dubai 2014) ein weiterer Läufer mit einer Bestzeit von unter 2:05 Stunden am Start. Antony Maritim (KEN) ist der Sieger des Linz Marathon, der in der österreichischen Stadt an der Donau in 2:09:11 gewann.

Das Frauenfeld ist weniger stark besetzt, hier ist Sutume Asefa (ETH) mit 2:24:00 als Vierte des Dubai Marathon 2016 die Frau mit der besten Vorleistung. Fatuma Sado (ETH) lief als Zweite des Jahres 2015 in Toronto 2:24:16 und Marta Megra (ETH) erreichte 2016 in Xiamen Platz 2 in 2:24:32.

Sehr fehlen wird die Lauflegende Ed Whitlock, der bis zu seinem Tod nach einer kurzen Krebserkrankung im Frühjahr Altersrekorde am Fließband produzierte. Im letzten Jahr hatte er noch als 85-jähriger die 4-Stunden deutlich unterbieten können.

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Ed Whitlock lief Alters-Weltrekorde am Fließband in Toronto, im Frühjahr verstarb der Ausnahmeläufer im Alter von 85 Jahren. (c) Veranstalter

       Elitefeld der Männer:

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Elitefeld der Frauen:

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Helmut Winter