• "Lebensschule Laufen" - Alexander Weber - Die Buchvorstellung - Klaus Richter, Dr. Raphael Richter und Wolfgang W. Schüler © tredition Verlag
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"Lebensschule Laufen" - Alexander Weber - Die Buchvorstellung - Klaus Richter, Dr. Raphael Richter und Wolfgang W. Schüler

„Laufen als Therapie"

Alexander Weber ist es gelungen, gesundheitsorientiertes Laufen zu einem systematischen Behandlungsansatz zu entwickeln, der unter dem Begriff „Paderborner Modell der Lauftherapie" bekannt geworden ist.

Es ist sein Verdienst, „Laufen als Therapie" lehr- und lernbar gemacht zu haben.

Vorliegendes Buch, das aus Anlass seines 80. Geburtstages im Juni 2017 erscheint, zeichnet Webers Weg der Entwicklung über vier Jahrzehnte anhand seiner grundlegenden Schriften nach.

Das Buch hat eine doppelte Funktion: es ist ein Lehrbuch der von Alexander Weber begründeten und vertretenen Lauftherapie und zugleich ein historisches Dokument, das die Geschichte eben dieser Lauftherapie schrift-chronologisch nachzeichnet.

Das Geleitwort wurde von Prof. Dr. Detlef Kuhlmann, Institut für Sportwissenschaft, Leibniz Universität Hannover, verfasst.

Die Herausgeber sind Dozenten am Deutschen Lauftherapiezentrum (DLZ), Bad Lippspringe.

Der Psychologe Alexander Weber hat im Laufe seiner Hochschultätigkeit zu verschiedenen Themenbereichen gearbeitet. Schwerpunkte seines Forschens, Lehrens und Publizierens sowie seines praktischen Wirkens in der Umsetzung bildeten und bilden das Lehrer- und Schülerverhalten, die Kleingruppenpädagogik und Angewandte Gruppendynamik, ferner das Stress- und Gesundheitserleben des Menschen - dieses insbesondere im Hinblick auf die Möglichkeiten der (Selbst-) Erziehung und Therapie durch Laufen, eine besondere Form der Bewegungstherapie.

Auf allen Gebieten hat Weber zahlreiche Beiträge in Büchern und Fachzeitschriften vorgelegt, jedoch mit der Lauftherapie offensichtlich sein persönlichstes Thema gefunden.

Weber war nicht daran interessiert, nur für „wissenschaftliche Schubladen" zu arbeiten; stets suchte er Wege, seine Einsichten und Erkenntnisse einer größeren Öffentlichkeit zu vermitteln. Es überrascht deshalb nicht, dass er gemeinhin als „Laufprofessor" bezeichnet und geschätzt wird. Zugespitzt könnte man sagen: Ohne ihn gäbe es keine Lauftherapie im heutigen Verständnis.

An dem von ihm 1988 gegründeten Deutschen Lauftherapiezentrum (DLZ) wurden bis heute mehr als 700 Personen als Laufgruppenleiter/innen, Laufpädagogen/innen und Lauftherapeuten/innen ausgebildet. Viele von ihnen sind im Gesundheitsbereich in Deutschland, Österreich, der Schweiz und in Luxemburg tätig.

Hiermit wird erstmals ein Kompendium der Weberschen Publikationen vorgelegt, die als Einzelbeiträge sonst zum Teil nur schwer zugänglich sind. Allen, die sich umfänglicher über „Laufen als Therapie informieren wollen, möge dieses Buch als grundlegende Quelle dienen. Für an der Forschung und Praxis der Lauftherapie Interessierte sollte es Pflichtlektüre sein.

Vom Laufen im Selbstversuch gelangte Alexander Weber zur Laufforschung, von der Laufforschung zur lauftherapeutischen Praxis und deren Vermittlung. Kein anderer im deutschsprachigen Raum hat das Feld der Lauftherapie so initial, umfassend und systematisch bearbeitet wie er. Was ihm anfangs Idee war, ist heute allgemein anerkannte und verbreitete Praxis im Dienst der Gesundheit.

Weber fand Ende der 1960er Jahre zum regelmäßigen Laufen - seiner Gesundheit zuliebe. Im Kontext dieser Erfahrungen erfand er 1975 den Begriff „Lauftherapie", wie in seinem damaligen - bisher unveröffentlichten - Lauftagebuch nachzulesen ist. Das Laufen hat ihn geprägt, er wiederum prägte das Laufen. Wer die Folgejahre bzw. -jahrzehnte Revue passieren lässt, der erkennt eine erstaunliche Konsequenz des Tuns und Geradlinigkeit der Entwicklung

Mit Gleichgesinnten gründete Weber ein eigenes Institut, das „Zentrum für Lauftherapie (ZfL)" - alsbald in „Deutsches Lauftherapiezentrum (DLZ)" umbenannt. Als Aufgaben wurden vereinbart, die prophylaktischen und therapeutischen Möglichkeiten des Laufens praktisch zu erproben (regionale Durchführung von Lauftherapiekursen), systematisch zu sichten (wissenschaftliche Begleitung der Kurse) und in geeigneter Weise an Patienten und Angehörige der verschiedenen Heil- und Sozialberufe zu vermitteln (Ausbildung von Kursleitern/innen).

Interviews, Vorträge, Seminare / Workshops, Fachpublikationen und die Herausgabe der institutseigenen „DLZ-Rundschau" rundeten das öffentliche Auf- und Eintreten für die Sache ab.

Als Vorsitzender und Leiter der Aus- und Weiterbildung gab Weber im April 1991 den Startschuss für die Ausbildung von Lauftherapeuten/innen. Grundlage dafür bildeten die von ihm und Mitarbeitern/innen erarbeiteten Ausbildungsrichtlinien.

Ein interdisziplinär einberufenes Dozententeam führte in die erforderlichen Kenntnisse, Fähigkeiten und Methoden ein mit dem Ziel, die Kursanten zu verantwortlichem lauftherapeutischem Handeln zu befähigen.

Klaus Richter, Dr. Raphael Richter und Wolfgang W. Schüler  

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