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Die Spitzengruppe während des rund 20 Kilometer langen Anstieges beim Athen-Marathon. Der späteren Sieger Samuel Kalalei (Startnummer 3) und der am Ende zweitplatzierte Milton Rotich (Startnummer 2) laufen hinter den Tempomachern.
    Die Spitzengruppe während des rund 20 Kilometer langen Anstieges beim Athen-Marathon. Der späteren Sieger Samuel Kalalei (Startnummer 3) und der am Ende zweitplatzierte Milton Rotich (Startnummer 2) laufen hinter den Tempomachern. © SEGAS-AMA
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Bedatu Hirpa Badane gewinnt mit einer persönlichen Bestzeit in Athen.
    Bedatu Hirpa Badane gewinnt mit einer persönlichen Bestzeit in Athen. © SEGAS-AMA
  • Samuel Kalalei KEN 2:12:17
    Samuel Kalalei KEN 2:12:17 © SEGAS-AMA
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Samuel Kalalei und Bedatu Hirpa Badane gewinnen 35. Athen-Marathon 2017

Samuel Kalalei und Bedatu Hirpa Badane haben die 35. Auflage des Athen-Marathons gewonnen.

Bei warmem Wetter entschied Kalalei einen Zweikampf mit seinem kenianischen Landsmann Milton Rotich, der sieben Kilometer vor dem Ziel nicht mehr mithalten konnte, für sich. Am Tag vor seinem 23. Geburtstag lief Kalalei zum größten Sieg seiner bisherigen Karriere und gewann in 2:12:17 Stunden vor Rotich (2:14:18). Als Dritter komplettierte Jonathan Kiptoo in 2:16:08 das rein kenianische Podium.

In einer sehr knappen Entscheidung war die erst 18-jährige Äthiopierin Bedatu Hirpa Badane mit einer Zeit von 2:34:18 schnellste Frau. Zweite wurde im Panathinaikon-Stadion Alice Kibor, die mit 2:34:22 nur vier Sekunden Rückstand hatte. Ihre kenianische Landsfrau und Titelverteidigerin Nancy Arusei belegte mit 2:34:51 Platz drei.

Eine Rekordzahl von 18.500 Läufern hatte für den Athen-Marathon gemeldet,
der auf der Original-Marathonstrecke der ersten Olympischen Spiele von 1896 stattfand. Gelaufen wird auf dem hügeligen Kurs von der Kleinstadt Marathon bis ins alte Athener Olympiastadion.

Bei Schatten-Temperaturen von bereits 20 Grad zur Startzeit wurde klar, dass dies kein Tag war, um den Streckenrekord von 2:10:37 Stunden anzugreifen. Als die Spitzengruppe mitten in dem gut 20 Kilometer langen, bergauf führenden Abschnitt die Halbmarathonmarke in 65:58 Minuten passierte, waren noch fünf Läufer vorne zusammen. Doch schon bald darauf konnten nur noch Kalalei und Rotich mit dem Tempomacher Alfred Cherop mithalten. Der Kenianer führte seine Landsleute in 1:34:20 Stunden über die 30-km-Marke und ging kurz danach aus dem Rennen.

Als es die letzten zehn Kilometer schließlich abwärts nach Athen und in Richtung Stadion ging, liefen Kalalei und Rotich zunächst nebeneinander her. Kurz nach dem 35-km-Punkt gelang es Kalalei dann, sich etwas abzusetzen und den Vorsprung in der Folge zu vergrößern. „Das war kein leichtes Rennen“, sagte Samuel Kalalei. „Als ich mich nach 35 Kilometern etwas löste, sah ich, dass mir Rotich nicht folgen kann.“

Kalalei lief auf der schweren Strecke seine zweitbeste Marathonzeit und verfehlte seinen persönlichen Rekord von 2:11:47 Stunden nur um eine halbe Minuten - das ist sicherlich ein Zeichen dafür, dass er sich auf einem flachen Kurs deutlich verbessern kann. „Ich wusste, dass er gut vorbereitet war. Samuel war im Juni Dritter beim Stockholm-Marathon. Diese Strecke ist auch nicht leicht, so dass wir dachten, dass er hier gut laufen könnte“, erklärte sein Manager Marc Corstjens.

Ein spannendes Frauen-Rennen produzierte die schnellsten Zeiten beim Athen-Marathon seit 2010. Drei Läuferinnen erreichten die Halbmarathonmarke nach 1:16:47 Stunden: Badane, Kibor und Titelverteidigerin Arusei, die bergauf laufend einige Führungsarbeit leistete. Aus der Spitzengruppe herausgefallen, war zu diesem Zeitpunkt die Äthiopierin Jemila Wortesa Shure, die das Rennen später aufgab. Das Führungs-Trio blieb bis Kilometer 40 zusammen. Erst auf dem letzten Kilometer fiel die Entscheidung zugunsten von Bedatu Hirpa Badane.

Die 18-jährige Siegerin, die im April ihr Marathondebüt in Madrid als Dritte in 2:34:47 gelaufen war und 2015 bei den Jugend-Weltmeisterschaften über 1.500 m gewonnen hatte, siegte mit einer persönlichen Bestzeit von 2:34:18.

Nicht enttäuscht war die knapp geschlagene zweitplatzierte Alice Kibor. „Ich bin froh, Zweite zu sein und habe das Rennen genossen. Die Hügel sind längst nicht so hart wie die in Kenia. Ich werde nach Athen zurückkehren und wieder hier laufen“, sagte die Kenianerin.

Ergebnisse, Männer:
1. Samuel Kalalei                  KEN    2:12:17
2. Milton Rotich                       KEN    2:14:18
3. Jonathan Kiptoo                  KEN    2:16:08
4. John Komen                        KEN    2:16:26
5. Evans Biwott                       KEN    2:16:36
6. Abdelkarim Boubker            MAR    2:16:55
7. Sufa Chala Damessa            ETH    2:19:11
8. Konstantinos Gkelaouzos     GRE    2:27:21

Frauen:
1. Bedatu Hirpa Badane    ETH    2:34:18
2. Alice Kibor                   KEN    2:34:22
3. Nancy Arusei               KEN    2:34:51
4. Ourania Rebouli           GRE    2:49:06

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