• Im alten Athener Olympiastadion ist das Ziel des Athen-Marathons.
    Im alten Athener Olympiastadion ist das Ziel des Athen-Marathons. © SEGAS-AMA
  • SEGAS Präsident Kostas Panagopoulos mit Abdelkerim Boubker, Nancy Arusei und Milton Rotich (v.r. nach lks.)
    SEGAS Präsident Kostas Panagopoulos mit Abdelkerim Boubker, Nancy Arusei und Milton Rotich (v.r. nach lks.) © SEGAS-AMA
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Athen-Marathon am 12. November 2017 mit Rekordfeld, Jagd auf den Streckenrekord angekündigt

Insgesamt 51.000 Läufer, Rahmenwettbewerbe hinzugerechnet, werden in Athen erwartet

Als Spiridon Louis 1896 bei den ersten Olympischen Spielen der Neuzeit in Athen den Marathon gewann, war der Grieche nach 2:58:50 Stunden im Ziel im Panathinaikon Stadion.

Damals betrug die Streckenlänge von Marathon bis in die Marmor-Arena der Hauptstadt rund 40 Kilometer. Wenn am Sonntag die Rekordzahl von 18.500 Läufern aus 100 Nationen beim „Athens Marathon. The Authentic“ an den Start gehen, laufen sie fast genau die selbe Strecke wie schon vor 121 Jahren, allerdings natürlich 42,195 km.

Und es geht heute für die Topathleten um ganz andere Zeiten: Bei 2:10:37 Stunden steht der Streckenrekord, den der Kenianer Felix Kandie vor drei Jahren beim Athen-Marathon aufstellte. Es ist diese Marke seines Landsmannes, die Milton Rotich am Sonntag auf der schweren Strecke im Auge hat.

„Der Athen-Marathon bietet mir eine sehr gute Möglichkeit, zu versuchen, unter 2:10 Stunden zu laufen“, sagte Milton Rotich, dessen Bestzeit aus dem Jahr 2013 bei 2:08:55 steht. „2014 bin ich 2:09 gelaufen, aber dann bekam ich Verletzungsprobleme. Erst in diesem Jahr kam ich wieder in Form, nachdem ich auch mein Training umgestellt habe“, erzählte der 31-jährige Kenianer. Auf der hügeligen Strecke, die ansteigt bis auf knapp 250 Meter und dann auf den letzten 10 Kilometern nach Athen hinab führt, wäre eine Zeit unter 2:10 Stunden eine außergewöhnliche Leistung.   

Zu den Konkurrenten von Milton Rotich gehören Chala Damessa und Samuel Kalalei. Der Äthiopier Damessa lief im vergangenen Jahr seine Bestzeit von 2:11:45, der Kenianer Kalalei erreichte 2016 eine Zeit von 2:11:47.

Nicht um Rekorde sondern um die Titelverteidigung geht es für Nancy Arusei,
die vor einem Jahr in Athen ihr Marathondebüt lief und auf Anhieb gewann. „Vor einem Jahr hatte ich nicht erwartet, dass ich gewinnen würde. Aber nun bin ich zuversichtlich, denn ich habe gut trainiert und jetzt auch Erfahrung im Marathon“, sagte die Kenianerin, die 2016 nach 2:38:13 Stunden im Ziel war. Sie muss sich am Sonntag einmal mehr mit Kenza Dahmani (Algerien) auseinandersetzen, die vor einem Jahr in Athen als Zweite nur knapp geschlagen war (2:38:28).

Rahmenwettbewerbe hinzugerechnet werden in Athen am Sonntag insgesamt 51.000 Läufer erwartet.

Damit verzeichnete der veranstaltende griechische Leichtathletik-Verband SEGAS einmal mehr eine Rekord-Meldezahl. „Der Athen-Marathon ist Legende und Geschichte zugleich sowie ein internationales Fest der Leichtathletik und der Kultur“, erklärte SEGAS-Präsident Kostas Panagopoulos.

Eliud Kipchoge zum dritten Mal bester Marathonläufer der Welt?

Eliud Kipchoge könnte als erster Straßenläufer der Welt zum dritten Mal in Folge zum besten Marathonläufer des Jahres gewählt werden. Der kenianische Marathon-Olympiasieger, der im September den Berlin-Marathon gewann, ist einer der beiden Kandidaten für diesen Preis, den die Vereinigung der internationalen Marathon- und Straßenlaufveranstalter AIMS jährlich vergibt. Sein Konkurrent ist sein Landsmann Geoffrey Kirui, der in diesem Jahr den WM-Titel gewann und zuvor bereits in Boston triumphiert hatte.

Auch bei den Frauen wurde die Marathon-Weltmeisterin von London für den „Best Marathon Runner“-Preis nominiert: Rose Chelimo (Bahrain). Die andere Kandidatin ist Mary Keitany.

Die Kenianerin gewann im April in London und erzielte dabei mit 2:17:01 Stunden einen Afrikarekord und einen Weltrekord für reine Frauen-Marathonrennen. Am letzten Sonntag wurde sie allerdings überraschend nur Zweite beim New York City Marathon.

Die Ehrung der weltbesten Marathonläufer und -läuferinnen findet heute am Freitag im Rahmen der AIMS-Gala statt.

Am Sonnabend läuft das Marathon-Programm in Athen weiter mit dem 11. AIMS Symposium, das auf Initiative von Horst Milde, dem früheren Berlin-Marathon Race Director, am 3. November 2007 eingeführt wurde und von ihm bis heute geleitet wird.

Danach veranstaltet SEGAS, der Griechische Leichtathletik-Verband  eine Zeremonie an der Grabstelle der gefallenen Athener.

race-news-service.com