1. Münsteraner Marathon Medizin Symposium am 16.08.2008 - Referate, Informationen und Diskussionen zu den gesundheitlichen Risiken beim Marathonlauf
Vom plötzlichen Herztod und Läuferthrombosen über orthopädische Überlastungsbilder und Schuhversorgung bis zu Ernährungs- und Trinkempfehlungen reicht das Spektrum der Beiträge.
Vom plötzlichen Herztod bis zu schweren Elektrolytentgleisungen – gesundheitliche Risiken beim Marathonlauf werden derzeit viel diskutiert. Jetzt hat der Volksbank-Münster-Marathon zusammen mit den German Road Races, dem ZfS-Zentrum für Sportmedizin und dem Landesinstitut für Aus- und Fortbildung der Polizei NRW die Initiative gegriffen und lädt Ärzte und medizinisch Verantwortliche zum 1. Münsteraner Marathon-Medizin-Symposium am 16.08.2008 ein.
Die Veranstaltung wird ferner vom Arbeiter-Samariter-Bund, dem Malteser Hilfsdienst, dem Deutschen Roten Kreuz und der Johanniter Unfallhilfe getragen. Die Hilfsorganisationen betreuen den Münsteraner Marathon seit Anbeginn und bringen Ihre Erfahrung aus nunmehr fünf Veranstaltungen ein.
„Ein Marathonlauf bedeutet eine extreme körperliche Belastung für den durchschnittlich trainierten Breitensportler, ein plötzlicher Herztod ist mit dem Risiko von etwa einem Betroffenen auf 50.000 Finisher immer noch ein relativ seltenes Ereignis“ sagt dR: Ralph Schomaker, Rennarzt des Volksbank-Münster-Marathons, bei dem sich bisher keine tödlichen Zwischenfälle ereigneten.
„Das Symposium soll Experten aus unterschiedlichsten Disziplinen als Diskussionsforum dienen und das Phänomen Marathon aus unterschiedlichsten medizinischen Perspektiven beleuchten“ erklärt Michael Brinkmann von Münster Marathon e.V..
So finden sich unter den Referenten neben den Rennärzten verschiedener großer City-Marathons lokale und überregionale Experten verschiedenster Fachdisziplinen, die sich in Ihren Beiträgen mit gesundheitlichem Nutzen und Risiko des Marathonlaufes auseinander setzen. Vom plötzlichen Herztod und Läuferthrombosen über orthopädische Überlastungsbilder und Schuhversorgung bis zu Ernährungs- und Trinkempfehlungen reicht das Spektrum der Beiträge.
Eingeladen sind Mediziner, Rettungsdienstpersonal und andere Berufsgruppen, die sich mit dem Phänomen Marathon auseinandersetzen.
Die Veranstaltung fand am Samstag, den 16.08.2008 von 09:00h bis 16:00h in den Räumen des Landesinstitutes für Aus- und Fortbildung der Polizei NRW an der Weseler Straße 264 in Münster statt.
DIE THEMEN UND DIE REFERENTEN
Mit 70 noch Spitze – Auswirkung eines Lauftrainings auf das Altern - PDF herunterladen |
||
|
Dr.med. Dieter Kleinmann, Fellbach |
|
Schadet trinken dem Marathonläufer? Grundlagen zu Trinkempfehlungen für Marathonläufer - PDF herunterladen |
||
|
Dr. Ralph Schomaker |
|
Probleme mit dem Magen und Darm bei Läufern - PDF herunterladen |
||
|
Priv.-Doz. Dr. med. Anton Gillessen |
|
Schadet Marathonlaufen dem Herz? - PDF herunterladen |
||
|
Dr. med. Jürgen Scharhag, Saarland |
|
Laufen und Elektrolytstoffwechsel: Die Hyponatriämie bei Marathonläufern - PDF herunterladen |
||
|
Dr. med. Thomas Bobbert, Berlin |
|
Ausdauertraining und psychische Gesundheit - PDF herunterladen |
||
|
Dr. med. Markus Pawelzik, Münster |
|
Pronation, Supination & Co.: |
||
|
Dr. med. Gerrit Borgmann, Münster |
|
Thrombosen, Embolien und laufinduzierte Gerinnungsstörungen - Gefahren für den Läufer? |
||
|
Dr. med. Jörn Günther, Münster |
|
Die optimale Trainingsvorbereitung des Marathoneinsteigers aus sportwissenschaftlicher Sicht |
||
|
Dr. phil. Andreas Greiwing, Münster |
|
Der plötzliche Herztod des Marathonläufers: |
||
|
Dr. med. Max Weber, Münster |
|
Sportverletzt – was jetzt? Wann Laufen auf die Knie geht…
Prof. Dr. med. Horst Rieger, Münster
Wenn der Rücken schmerzt:
Beratung des Laufsportlers in der Praxis
Dr. med. Andreas Lison, Warendorf
Marathonläufer leben nicht länger, sondern sterben gesünder?
Priv.-Doz. Dr. med. Stefan Möhlenkamp, Duisburg
Großartige Resonanz beim 1. Münsteraner Marathon-Medizin-Symposium
Mehr als 160 Ärzte aus dem Bundesgebiet, darunter auch zahlreiche Rennärzte, nutzten das erste Symposium, um sich über gesundheitlichen Nutzen und Risiken des Marathonlaufes zu informieren.
„Das Spannende an der Marathon-Medizin ist, dass so viele medizinische Disziplinen etwas beizutragen haben. Aus jeder Fachdisziplin wird eine andere Perspektive beigetragen – der Orthopäde schaut dem Ernährungsmediziner über die Schulter, der Kardiologe lernt vom Psychosomatiker… So profitieren alle von einander“, zog Dr. Ralph Schomaker als Rennarzt des Volksbank Münster Marathon und Leiter des GRR-Medizin-Kompetenzteam als Tagungsleiter ein erstes Fazit nach dem 1. Münsteraner Marathon-Medizin Symposium.
In 13 Vorträgen beleuchteten im Landesinstitut für Aus- und Fortbildung der Polizei Nordrhein-Westfalen Ärzte von der Psychosomatik über Unfallchirurgie/Orthopädie und Kardiologie/Angiologie bis hin zur Ernährungsmedizin und Endokrinologie das Phänomen Marathon. Mehr als 160 Ärzte aus dem Bundesgebiet, darunter auch zahlreiche Rennärzte, nutzten das erste Symposium, um sich über gesundheitlichen Nutzen und Risiken des Marathonlaufes zu informieren.
Initiiert von German Road Races, ausgerichtet und finanziert vom Volksbank Münster Marathon und organisiert von Rennarzt Dr. Schomaker und dem Zentrum für Sportmedizin ZfS war diese Eintagesveranstaltung die erste ihrer Art in Deutschland und wird, so die Verantwortlichen, auch 2009 eine Fortsetzung in Münster haben. „Die große Nachfrage hat uns überwältigt. Dieses Symposium ist ein bedeutsamer Schritt für die aktuelle Diskussion um die Todesfälle bei Marathonläufen“, so Michael Brinkmann, der Chef des Volksbank Münster Marathon.
„Erst informieren, dann engagieren“ ist auch das Motto von Horst Milde, dem Chairman von German Road Races, der als Gründer des Berlin Marathons über Jahrzehnte die größte Strassenlauf-Veranstaltung Deutschlands geleitet hat.
Nach dem Symposium über die Vernetzung von Notfallsystemen bei Marathonveranstaltungen Anfang August in Berlin hat German Road Races nun mit dem Symposium über gesundheitliche Nutzen und Risiken beim Marathonlaufen einen weiteren Meilenstein in der öffentlichen Diskussion um die klassische olympische Distanz setzen können.
Die Vereinigung der großen deutschen Straßenläufe umfasst derzeit 49 Veranstaltungen mit über 250.000 Laufteilnehmern.
Wilfried Raatz
GRR-Pressesprecher








