Ulrike Bruns

Ulrike Bruns-Klapezynski (2. v. l., Nr. 148) wird Dritte über 1500m bei den Olympischen Spielen in Montreal am 01.08 1976 hinter Tatiana Kazankina (vorne m. Nr. 340) aus der UdSSR und hinter der zweitplatzierten DDR-Läuferin Gunhild Hoffmeister (r, Nr. 146) ©picture-alliance/ dpa

Beim ISTAF im West-Berliner Olympiastadion lief sie über 1000 m in 2:31,95 Minuten Weltrekord.

„Ihr müßt verrückt sein, ein Haus zu bauen", hatte Trainer Bernd Dießner 1985 zu Ulrike und Jürgen Bruns gesagt. Die beiden ließen sich zu DDR-Zeiten nicht beirren, beantragten die Steine, die dann auch zwei Jahre später kamen.

Doch Familie Bruns wohnte inzwischen längst im Haus am Stadtrand von Potsdam. Sie hatten sich die Materialien selbst besorgt. Und das ging erheblich schneller. Diese Episode sagt viel über die Einstellung von Jürgen und Ulrike Bruns, sowohl im sportlichen als auch im beruflichen und privaten Bereich.

Die beiden sind nicht im Strom mitgeschwommen, wenn sie es nicht für richtig hielten. „Und wir haben immer den Blick nach vorne gerichtet", berichtet Jürgen Bruns, der das Talent seiner späteren Frau einst selbst entdeckte.

„Bis zum Alter von 13 Jahren war ich am Sport nicht besonders interessiert", sagt Ulrike Bruns, die dann für die Schule beim „Cross der Jugend" starten mußte, den es damals auf Kreis-, Bezirks- und nationaler Ebene gab.
„Für die Trainer boten diese Rennen die beste Möglichkeit zur Sichtung", erinnert sich Jürgen Bruns, der damals hauptberuflich als Sportlehrer tätig war, aber bereits als Assistenzcoach des Langstreckentrainers des SC Cottbus, Fritz Janke, arbeitete.

Mehr Informationen über Ulrike Bruns