Waldemar Cierpinski

Waldemar Cierpinski

Waldemar Cierpinski wurde in der Nachkriegszeit in einer Bauernfamilie unter ärmlichen Verhältnissen groß. Er selbst erzählt gerne, dass er schon als Kind gelernt habe, »Eigenschaften wie Disziplin, Ausdauer und die Bereitschaft, ohne zu stöhnen, Belastungen auf mich zu nehmen, zu entwickeln, die sich später auch im Leistungssport positiv auswirkten«.

Überliefert ist ein sonntäglicher 55-km-Lauf des 15-jährigen (!) Waldemar nur mit einem Stück Kuchen im Bauch, bei dem er einfach einmal testen wollte, wie weit er wohl ohne Unterbrechung laufen könne.

Sein Talent wurde bald offensichtlich, und er wurde in die umfassenden Förderstrukturen des DDR-Sportsystems in der Kinder- und Jugendsportschule in Halle eingebunden. 1972 war er zwar mit 8:32,2 bester Hindernisläufer der DDR, doch für die Olympia-Teilnahme in München war er 2,2 Sekunden zu langsam (dafür nahm seine Freundin Maritta Politz über 800 Meter teil, die er ein Jahr später heiratete).

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