Heinz Ulzheimer

Heinz Ulzheimer (Eintracht Frankfurt) wird am 25. August 1946 in Frankfurt a.M. Deutscher Meister über 800 m mit einer Siegerzeit von 1:54,2 min ©Sportmuseum Berlin - AIMS Marathon-Museum of Running

Die Chronik der Millrose Games verbucht für 1953 als herausragendes Ereignis, dass ein ehemaliger russischer Kriegsgefangener aus Deutschland namens Ulzheimer souverän den 880-Yard-Lauf gewann. Bei der Siegerehrung erklang das Deutschlandlied.

Im Fernsehen ist Heinz Ulzheimer nie angekommen, seinen Lauf und seine Medaille hat es dort nie gegeben. Das Finale über 800 Meter bei den Olympischen Spielen 1952 in Helsinki haben die Kameraleute verpasst und damit auch, dass Heinz Ulzheimer aus Frankfurt am Main als Dritter ins Ziel kam. Doch konnte dieser Erfolg dem deutschen Publikum wirklich vorenthalten werden?

Ulzheimers Bronzemedaille war doch die erste, die ein deutscher Athlet bei Olympischen Sommerspielen nach dem Zweiten Weltkrieg gewonnen hatte.

Die Fernsehbilder von den Olympischen Spielen stellten damals Horst Seifart und der spätere Krimi-Regisseur Jürgen Roland für den Nordwestdeutschen Rundfunk zusammen. Um den deutschen Zuschauern Ulzheimers historischen Erfolg zu zeigen, hatten sie eine Idee: Die Läufer waren auf den Bildern so klein, dass sie kaum zu erkennen waren. Also präsentierten sie den Zieleinlauf über 400 Meter als Finale über 800 Meter. So gewann eigentlich der Amerikaner Oliver Matson die erste Medaille für Deutschland nach dem Krieg.

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