Jens-Peter Herold

Originalbeschreibung im Bundesarchiv: Jens-Peter Herold (m) , Hauke Fuhlbrügge, Andreas Kaliebe ADN-ZB Koard 24.8.87-A-Potsdam: 38. DDR-Leichtathletik-Meisterschaften - Jens-Peter Herold (ASK Vorwärts Potsdam; M.) gewann am 22.8. den 800-m-Lauf in einer Zeit von 1:46,44 Minuten. Am 20.8. hatte er bereits den Titel im 1 500-m-Lauf in DDR-Rekordzeit errungen. L.: Hauke Fuhlbrügge (SC Turbine Erfurt), Dritter des 800-m-Laufes; r.: Andreas Kaliebe (SC Neubrandenburg), Vierter. Datum 24. August 1987(1987-08-24) ©Deutsches Bundesarchiv (German Federal Archive), Bild 183-1987-0824-311 Urheber Koard, Peter
Jens-Peter, der letzte Herold - Robert Hartmann schreibt über Jens-Peter Herold und die 1500 m bei den Europameisterschaften in Split/Jugoslawien 1990 - Der läuferische Rückblick - Teil VII
Jens-Peter Herold war jedoch froh, den erklärten Favoriten im Wettkampf bezwungen zu haben. Der Titel wiegt schwerer.
Die Dominanz der britischen Läufer endete in Split mit der 800-m-Distanz, auf der sie durch Tom McKean und David Sharpe einen Doppelsieg feierten. Weit hinter dem neuen Europameister, der sich seine Zeit von 1:44,76 Minuten in eigener Regie organisierte, indem er dem Feld kaum Beachtung schenkte, 83 Hundertstel zurück spurteten lauter Kandidaten für die B-Rennen um die Ehrenplätze.
Seit Jahren hatten die Londoner Sex-and-Crime-Blätter gerade an McKean kein gutes Haar mehr gelassen. Als EM-Zweiter in Stuttgart 86 hinter dem Weltrekord-Artisten Sebastian Coe schon als dessen Nachfolger bestimmt, verschleuderte er also das teure Erbe. Es nutzte auch nichts, daß er ein ums andere Mal aufs Favoritenschild gehoben worden war.

