GRR-Nachwuchs-Förderpreisträger

Julia Viellehner

Julia Viellehmer
Julia Viellehmer © Kiefner Sportfoto

Mit Vierzehn stand sie vor der Wahl, entweder im Schwimmen oder im Laufen ihre sportliche Laufbahn fortzusetzen. Bei den bayerischen Meisterschaften kam sie über 100 m Brust nicht über Rang 30 hinaus, im Crosslauf hingegen wurde sie sogar Dritte. Damit waren die Würfel gefallen. Einen Schritt, den die 21jährige aus Winhöring nahe Altötting bislang keineswegs bereuen musste.

Schließlich überraschte sie als deutsche Junioren-Crossmeisterin 2004 in Bremen ("unbestritten mein emotionaler Höhepunkt bislang"), rechtfertigte ihre Nominierung für die Cross-EM in Heringsdorf wenige Wochen später mit einer soliden Leistung innerhalb des Frauenteams und knüpfte 2005 daran nahtlos mit einer ordentlichen Leistung im Mini-Team des DLV bei den Cross-Weltmeisterschaften in St. Etienne-Galmier und vor allem als Frauendritte und Juniorenmeisterin bei den 10 km-Titelkämpfen in Otterndorf mit einer Spitzenzeit von 33:48 Minuten an. Bis eine Verletzung einen Großteil der Saisonplanung zunichte machte. Mit einer feinen Leistung kehrte die Abiturientin mit den Leistungskursen Mathematik und Biologie Anfang Februar 2006 in die Szene zurück: Aus dem Stand heraus gewann sie in Neukirchen den Cross-Ländervergleich gegen England, Holland und die Schweiz.

"Mein Ziel sind die deutschen Halbmarathon-Meisterschaften in Herten, dann hat erst einmal das Abi oberste Priorität!" gesteht Julia Viellehner, die aus einer Lauffamilie stammt und gerne einmal eine "zweite Laufeinheit" mit ihrer Mutter, einer ambitionierten Marathonläuferin, absolviert. Das stark Ausdauer orientierte Training mit Wochenumfängen bis zu 140 Kilometern plant sie eigenständig ("ich bin Autodidakt") und stimmt dieses letztlich mit "Mama" ab. "Das bringt für mich viele Vorteile. Wenn es bei mir gut läuft, dann plane ich kurzerhand um und mache zum Beispiel einen Tempodauerlauf!" Julia Viellehner sieht ihren Weg vorgezeichnet in Richtung Straße und Halbmarathon. "In vielleicht fünf Jahren auch dann gerne Marathon". Nach dem Abitur möchte sie gerne ein Stipendium in den USA annehmen, um "etwas auszuprobieren", wie sie den Sprung über den großen Teich vielsagend umschreibt.

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