GRR-Nachwuchs-Förderpreisträger

Tom Scharff

Tom Scharff
Tom Scharff © Kiefner Sportfoto

Auch der Schweriner gehört zum Jahrgang 1985. Seinen Aufstieg in die erste Reihe der deutschen Nachwuchs-Langstreckler hat Tom Scharff alleine Erfolgscoach Dieter Conrad, der bereits Athletinnen wie Birgit Jerschabek oder Manuela (Veith) Zipse betreut hat, zu verdanken.

Nach ersten Erfolgen bei Schul-Crossläufen nahm sich Conrad dem Talent an, das bereits nach einem Jahr systematischem Training als 3000 m-Sechster bei B-Jugendmeisterschaften überzeugen konnte. 2004 stand Tom Scharff als deutscher 10 km-Meister unverhofft in Bad Liebenzell sogar auf dem Siegertreppchen, mit 31:02 Minuten ("eigentlich bin ich dabei nur auf Sieg gelaufen",) zudem in einer Klassezeit. Unter Conrads Fittichen entwickelte sich Tom Scharff trotz Abitur auch 2005 weiter, im ersten Juniorenjahr wurde es dreimal Bronze mit wiederum einer beträchtlichen Steigerung auf der 10 km-Distanz auf nunmehr 30:32 Minuten. "Auf den längeren Strecken geht die Entwicklung doch in erster Linie über Trainingsalter und Erfahrung", blickt Tom Scharff bereits in die Zukunft, „da sehe ich noch viel Potential!“ Und bekennt, dass sein Fokus klar zur Straße geht, Marathon eingeschlossen. „Aber erst muss ich auf Unterdistanzen schneller werden!“ Deshalb hat er sich für die Saison 2006 gleich zwei Schallmauern vorgenommen, die er durchbrechen möchte: 5000 m unter 14:00 Minuten, 10 000 m unter 30:00 Minuten.

Nach dem Abitur hat Tom Scharff trotz aller sportlichen Ambitionen den Weg ins Berufsleben eingeschlagen. Im Schweriner Unternehmen SKM-Informatik GmbH hat der 21jährige eine Ausbildung als IT-Systemkaufmann eingeschlagen und dabei zugleich einen Sponsor gefunden, der zusätzliche Trainingseinheiten ebenso wie ein Trainingslager gestattet. Am 2. April 2005 nahm Tom Scharff beim Vattenfall Berliner Halbmarathon nicht nur den GRR-Förderpreis vor einem großen Auditorium in Empfang, sondern konnte auch im Pulk der schnellen Spitzenläufer 10 km lang Tempo mitgestalten. Dies alles unter dem Aspekt „Erfahrungen sammeln“, denn 2009 möchte der Schweriner bei den Weltmeisterschaften in der deutschen Hauptstadt Gas geben – als WM-Teilnehmer im Marathonlauf.

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