Der Berglauf

Der Berglauf gewinnt als Disziplin der Leichtathletik zunehmend Bedeutung. Es ist einmal natürlich der Reiz der Landschaft, der Bergwelt, den inzwischen Tausende von Läufern aller Leistungskategorien und Altersgruppen als Motivation verinnerlicht haben.

Es ist aber auch für einige wenige Läufer zunehmend die Chance, abseits der Stadionrunde oder der Asphaltpiste einen Teil des Lebensunterhalts zu verdienen. Die Beweggründe, den Berglauf als Wettbewerb zu bestreiten, liegen klar auf der Hand. Schließlich interessiert die Frage: Wer ist der Schnellste am Gipfel oder an einem markanten Punkt im Gebirge? Das vornehmlich bei den Briten beliebte Fell Running kennt allerdings auch das Bergauf- und Bergablaufen, das in Mitteleuropa allerdings eher als ein randständiges Ereignis bezeichnet werden darf.

Die großen Berglauf-Ereignisse sind allerdings eher als Landschaftsläufe zu bezeichnen, führen über Distanzen von 30 km über die klassische Marathondistanz bis hin zu achtzig oder hundert Kilometern und ziehen wie beim Swiss Alpine Marathon in Davos, beim Jungfrau-Marathon in Interlaken, bei Sierre-Zinal im Wallis, am Mont Blanc im französischen Chamonix oder bei Valmalenco-Valposchiavo an der schweizerisch-italienischen Grenze Tausende von ambitionierten Läufern an. Die (ausschließlich bergauf führenden) Klassiker hingegen sind eher etwas für Spezialisten, die sich beim Großglocknerlauf in Heiligenblut, beim Kitzbüheler Horn-Bergstraßenlauf, beim Matterhornlauf in Zermatt oder beim Hochfellnlauf in Bergen im Chiemgau messen.

Was ist der Reiz des Berglaufens. Es fordert, ungleich stärker als beim Laufen im Stadionrund oder auf Asphalt, die komplette körperliche Fitness, stärkt den Sehnen- und Bänderapparat und ist, den topographischen Gegebenheiten der Landschaft entsprechend, gleichermaßen Gelenke schonender wie auch eine Überlastungsbremse für das Herz- und Kreislaufsystem. Zudem stärkt es aber auch das ökologische Bewusstsein, denn ein naturbewusster Mensch dürfte eher ein Naturbewahrer sein in unserer bereits arg mitgenommenen Umwelt.